Baumaßnahmen am Bischofshaus in Fulda

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Dachtragwerk und Dacheindeckung mussten grundlegend saniert werden.

Haupthaus wird künftig Dienstsitz von Bischof und Weihbischof / Denkmalhafte Erneuerung für 1,65 Millionen Euro 

Fulda - In der Zeit der Sedisvakanz, die mit der Annahme des Amtsverzichts von Bischof Heinz Josef Algermissen durch Papst Franziskus am 5. Juni 2018 begann und mit der Amtseinführung von Bischof Dr. Michael Gerber am 31. März enden wird, wurden am Bischofshaus in Fulda grundlegende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt.

Bei dem Gebäude handelt es sich im Kern um ein denkmalgeschütztes Haus aus der Barockzeit (erbaut von Propst Stephan von Cloth 1717 bis 1721). Bereits im Frühjahr 2018 stand fest, dass unabhängig von der künftigen Nutzung grundlegende Sanierungsarbeiten anstanden. Dazu gehörte insbesondere die Sanierung des Dachtragwerks und der Dacheindeckung; zuletzt waren in den Jahren 2000 bis 2002 Schönheitsreparaturen ausgeführt sowie die Erneuerung der Dachdeckung auf der Süd- und Westseite vorgenommen worden. Während der seit Sommer 2018 laufenden Arbeiten zeigte sich, dass auch im Innenbereich grundlegende Sanierungsarbeiten notwendig wurden. Beispielsweise stammte die Elektroinstallation teilweise noch aus den 50er-Jahren. In der Küche im Erdgeschoss musste eine Bodenplatte eingebaut werden. Neben der Dachsanierung und dem Neuaufbau der Haustechnik sind denkmalpflegerische Arbeiten an den Stuckdecken, Holz- und Steinoberflächen ein Hauptbestandteil der aktuellen Maßnahmen.

Der künftige Bischof Dr. Gerber entschied in Abstimmung mit Diözesanadministrator Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez sowie dem Diözesanbaumeister und weiteren Verantwortlichen, Teile des Hauses künftig – im Rahmen der vorgegebenen historischen Raumaufteilung und daher in Abstimmung mit den Denkmalbehörden – anders zu nutzen. Bislang war das sich unmittelbar an die Michaelskirche anschließende Hauptgebäude vom Diözesanbischof sowohl für dienstliche Zwecke (Büros und Begegnungsräume) als auch für private Zwecke (Wohnung) genutzt worden.

Künftig wird das Hauptgebäude lediglich dienstlich genutzt: Neben Bischof Dr. Gerber, seinem Referenten und seiner Sekretärin werden auch Weihbischof Dr. Diez, seine Referentin und seine Sekretärin im Bischofshaus ihre Büros haben. Es gibt weiterhin eine Küche sowie Räume für Konferenzen und Begegnung. Das Bischofshaus wird damit ein „Haus der Bischöfe“, das der Organisation und Kommunikation wie auch der Begegnung dient.

Bischof Dr. Gerber wird für seine Privatwohnung das sich nördlich an das Bischofshaus anschließende Nebengebäude (Fachwerkhaus) nutzen. Dort wird ihm ab Herbst die bisherige Wohnung des Bischofskaplans zur Verfügung stehen (86 qm). Nicht zuletzt aufgrund des Priestermangels wird es in der Nachfolge des bisherigen Bischofskaplans, Dr. Florian Böth, keinen Priester mehr in dieser Funktion geben. Die Stelle wird künftig durch einen persönlichen Referenten (einen promovierten Theologen) wahrgenommen. Im Nebengebäude sind weiterhin zwei Gästezimmer vorgesehen.

Pfarrer Dr. Böth wird noch bis zu den Sommerferien und damit in der Einführungsphase von Bischof Dr. Gerber zusätzlich zu seiner Verantwortung für die Pfarreien St. Peter in Petersberg und St. Paulus in Fulda die Aufgaben des Bischofskaplans übernehmen. Für diesen Zeitraum nutzt er weiterhin seine bisherige Wohnung im Nebengebäude des Bischofshauses. Aus diesem Grunde wird Bischof Dr. Gerber übergangsweise für seine Privatwohnung zwei Zimmer im Bischofshaus nutzen.

Die Kosten der Gesamtmaßnahme in den Jahren 2018 und 2019 betragen rund 1.650.000 Euro für Maßnahmen am denkmalgeschützten Bischofshaus (inklusive schon erfolgter Dachsanierung in Höhe von 600.000 Euro). Weiterhin werden 500.000 Euro für die Sanierung der den Michaelsberg einfassenden Natursteinmauer aufgewendet. Der Kirchensteuerrat, der sich aus gewählten ehrenamtlichen Mitgliedern aus dem gesamten Bistumsgebiet zusammensetzt, hat die Maßnahmen geprüft und die entsprechende Mittelfreigabe erteilt.

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