Bedürftige unterstützen

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Fulda. Die Einnahmen der zweiten "Sternennacht" am 13. November gehen zur Hälfte an die "Fuldaer Tafel".

Ein Blick in den Laden der "Fuldaer Tafel". Fotos: Dehler Design

Fulda. Rund 3.000 Menschen im Kreis Fulda haben nicht genug Geld, um sich ausreichend Nahrungsmittel zu kaufen. Um diesen Menschen unter die Arme zu greifen, gibt es nun schon seit zehn Jahren die "Fuldaer Tafel". Diese wurde von engagierten Mitgliedern der "Lions Clubs" und der "Rotary Clubs" der Region Fulda gegründet. Beteiligt waren auch die Jugendclubs "LEO" und "Rotaract" sowie der "Johanniterorden". Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller übernahm die Schirmherrschaft.

In der vergangenen Woche wurde das zehnjährige Bestehen der "Fuldaer Tafel" mit einem "Dankeschön-Fest" begangen, an dem auch OB Möller und andere Unterstützer der Einrichtung teilnahmen.

Nur mit Ausweis

Bedürftige bekommen einen Ausweis und dürfen einmal in der Woche bei der Tafel einkaufen. Der Ausweis ist ein Jahr gültig und wird nur gegen Vorlage von Sozialbescheiden ausgehändigt. Gegen eine symbolische Gebühr von zwei Euro bekommen die Menschen unter anderem Obst, Gemüse, Joghurt und Brot. "Das ähnelt dann ein bisschen einem Tante-Emma-Laden von früher: Unsere Kunden stehen am Tresen und sagen unseren Mitarbeitern, welche Lebensmittel sie benötigen und diese packen sie dann ein", erklärt Heinz Steege, Vorsitzender der "Fuldaer Tafel".

Mit drei Kühlfahrzeugen fahren die ehrenamtlichen Mitarbeiter der "Tafel" rund 120.000 Kilometer jährlich, um bei Supermärkten, Discountern und Bäckereien Waren abzuholen, die dann bei der "Tafel" verteilt werden können.

"Es geht selbstverständlich nicht darum, ,Abfall’ zu entsorgen. Bei der ,Fuldaer Tafel’  erfüllen alle zu verteilenden Lebensmittel die gesetzlichen Bestimmungen. Verdorbenes ist nicht dabei. Doch in der Lebensmittelbranche fallen täglich Waren an, die nicht mehr in den Verkauf kommen sollen. Zum Beispiel, weil ihre Verpackung leicht beschädigt ist, weil der Platz im Regal benötigt wird, weil es nur noch Restposten sind oder weil der Ablauf der Mindesthaltbarkeitsfrist bevorsteht. Wir wollen, dass diese Nahrungsmittel nicht mehr automatisch im Müllcontainer landen, sondern von uns an wirklich Bedürftige verteilt werden können. Ein Sieg der Vernunft, aus Verantwortung für den Nächsten", ergänzt Steege.

Rund 120 Ehrenamtliche sorgen dafür, dass wöchentlich etwa zehn Tonnen Lebensmittel an einkommensschwache Menschen weitergegeben werden können.

Es werden ständig neue Mitglieder gesucht, die sich engagieren möchten und die "Fuldaer Tafel" entweder finanziell oder tatkräftig unterstützen.

Die Öffnungszeiten des Ladenlokals in der Weserstraße 33 in Fulda,  sind dienstags, donnerstags und freitags von 13 bis 16 Uhr.

Weitere Informationen zur "Fuldaer Tafel" gibt es im Internet unter www.fuldaer-tafel.de .

Die "Tafel" finanziert sich durch den Verkauf der Waren, durch Mitgliedsbeiträge sowie durch  Spenden.

Gespendet werden kann jederzeit auf das folgende Konto: Fuldaer Tafel e.V., Kontonummer: 55, Bankleitzahl: 530 501 80, Sparkasse Fulda

Spende für die "Tafel"

Um die wichtige Arbeit der "Fuldaer Tafel" zu unterstützen, haben sich die Initiatoren der zweiten "Sternennacht Fulda", die am 13. November stattfindet, Peter Henkelmann ("Media Markt"), Stefan Dehler ("Dehler Design") und Michael Schwabe ("Fulda aktuell") dazu entschlossen, die Hälfte des Erlöses der karitativen Veranstaltung dieser Einrichtung zu spenden. Die andere Hälfte geht an die "Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda".

Weitere Informationen zur "Sternennacht Fulda" gibt es im Internet unter www.sternennacht-fulda.de .

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