Bessere Versorgung von Krebspatienten in der Region Fulda

Offizieller Startschuss für koordinierte Behandlung: Niedergelassene Fachärzte, Gesundheitsnetz Osthessen und Klinikum Fulda arbeiten zusammen

Fulda - Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) wendet sich an Patienten mit komplexen, schwer therapierbaren Erkrankungen. Spezialisierte Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen arbeiten in einem Team zusammen und führen gemeinsam und koordiniert durch die Diagnostik und Therapie. Und das gibt es ab sofort auch in Fulda: Niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte, das Gesundheitsnetz Osthessen und das Klinikum Fulda bieten Patientinnen und Patienten mit Gastrointestinalen Tumoren (Magen-Darm, Leber und Bauchspeicheldrüse) dieses Programm an. Am Mittwoch erfolgte im Klinikum Fulda der offizielle Startschuss.

Erstmals übernehmen Vertragsärzte und Krankenhausärzte unmittelbar gemeinsam die ambulante hochspezialisierte Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten. „Die Anforderungen an eine ASV und die Fachrichtung der beteiligten Ärzte im Kernteam hängen immer von der jeweiligen Erkrankung ab“, erklärt Gabriele Bleul, Geschäftsführerin der Gesundheitsnetz Osthessen eG und Hessenmed, dem Dachverband Hessischer Ärztenetze. "Wir vom Gesundheitsnetz Osthessen freuen uns über die neuen Möglichkeiten, an deren Zustandekommen wir einen wesentlichen Anteil hatten. Sie kommt in erster Linie den Patientinnen und Patienten zu Gute. Wir danken deshalb allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.“

Die ASV in der Region Osthessen besteht aus einem interdisziplinären Team niedergelassener Ärzte, MVZ-Ärzte sowie Ärzten des Klinikums Fulda unter der Leitung von Professor Dr. Heinz-Gert Höffkes, Direktor der Tumorklinik am Klinikum Fulda. Eine tragende Rolle spielt das Onkologische Zentrum am Klinikum Fulda.

Das Kernteam der ASV setzt sich aus bis zu fünf unterschiedlichen Fachbereichen zusammen, die bei Bedarf weitere Fachärzte hinzuziehen. Alle teilnehmenden Fachärzte wurden durch den Erweiterten Landesausschuss auf ihre Qualifikationen geprüft und erhielten für die Teilnahme an der ASV eine Genehmigung. Eine Patienteninformation klärt auf, welche Ärzte und Institute im Einzelnen beteiligt sind. Das Kernteam übernimmt die Betreuung des Patienten, die mit einer gesicherten Diagnose in die Versorgungsform eingeschrieben werden.

„Als eines der ersten Teams Hessens können wir nun hier in Fulda unseren Patienten eine gute Versorgung aus einer Hand anbieten, unabhängig davon, ob sie ambulant oder stationär behandelt werden“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Vorstandssprecher des Klinikums Fulda, und fügt hinzu: „Nur die Fachärzte verschiedener Disziplinen arbeiten zusammen, die für die Behandlung der gastrointestinalen Tumore besonders qualifiziert sind.“

„Die sektorenübergreifende Versorgung der ASV hilft den Patienten, den Weg durch das Gesundheitssystem zu finden und die betreuenden Vertragsärzte vollumfänglich einzubeziehen“, freut sich Simone Del-Duca, Projektleitung und Koordinatorin der ASV. „Die Etablierung der ASV ist ein wichtiger Schritt für die Patientinnen und Patienten in Osthessen, die an Gastrointestinalen Tumoren erkranken. Dank der gezielten Zusammenarbeit können wir gemeinsam den besten Behandlungserfolg ermöglichen.“

Das ASV-Kernteam steht für eingeschriebene Patienten dienstags in einer gemeinsamen Sprechstunde bei Bedarf zur Verfügung. Termine können Patientinnen und Patienten mit den Ärzten des Kernteams vereinbaren.

Weiterführend ist für 2018/2019 die umfangreiche Beantragung für gynäkologische und urologische Tumore sowie für rheumatologische Erkrankungen geplant.

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