Auf den Spuren des Stadtheiligen

Bei der Eröffnung des Bonifatiusstieges.
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Bei der Eröffnung des Bonifatiusstieges.

Natur, Kultur und Historie erlebbar machen – das will der neue „Bonifatiusstieg“, ein knapp fünf Kilometer langer Rundweg um Fulda, der seit gestern offiziell eröffnet ist

Fulda. An insgesamt elf Stationen wird auf vielfältige Weise deutlich, welchen Einfluss der Heilige Bonifatius im 8. Jahrhundert auf die Entwicklung Fuldas der Umgebung genommen hat. Der Bonifatiusstieg führt vom Kloster Frauenberg und den Kalvarienberg über den Stadtteil Horas in die Fulda-Aue und von dort zurück in die Innenstadt mit Ziel am Dom und Weg zum Ausgangspunkt. Als Rundweg lässt sich der Bonifatiusstieg natürlich auch in umgekehrter Richtung „erwandern“.

Bei der kleinen Feierstunde zur offiziellen Eröffnung des Wegs und der Segnung durch Fuldas Bischof Dr. Michael Gerber betonte Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld: „Der Weg bietet für Touristen wie auch für Einheimische eine wunderbare Gelegenheit, sich die Bedeutung des Heiligen Bonifatius an authentischen Orten noch einmal bewusst zu machen.“ Gerade die europäische Dimension seines Wirkens mache den Heiligen noch heute zu einer prägenden Figur des Mittelalters. „Gleichzeitig führt der Bonifatiusstieg durch die wunderbare Natur am Frauenberg und in der Fulda-Aue und bietet auch allen Erholungssuchenden herrliche Ein- und Ausblicke“, so Wingenfeld.

Der Dank des Oberbürgermeisters galt – stellvertretend für alle, die aus der Bürgerschaft heraus den Impuls zur Schaffung dieses Weges gegeben hatten – Stadtrat Stefan Grauel und Egon Baier. Auch dankte er der Landschaftsarchitektin Ines Schulz aus Kassel, die das Gesamtkonzept entworfen hatte, und den Verantwortlichen im Amt für Grünflächen und Stadtservice, Svenja Schroff und Anna-Lena Trabert. Die Abteilung Tourismus und Kongressmanagement unter der Federführung von Elisabeth Schrimpf hatte sich um die Gestaltung der Flyer sowie die Vermarktung des Wegs gekümmert, die Texte zu den elf Stationen stammen von Kulturamtsleiter Dr. Thomas Heiler.

Bischof Dr. Michael Gerber zeigte sich in einer kurzen Ansprache begeistert von der Idee und der Umsetzung des Bonifatiusstiegs, der die „spirituellen Wurzeln Fuldas in der Vergangenheit und Gegenwart“ eindrucksvoll vor Augen führe. Er selbst habe in den vergangenen Monaten das Wachsen und Werden der Station an der Pauluspromenade beobachtet und festgestellt: „Das gesamte Ensemble – vom Mosaik-Kreuz auf der Bodenplatte über den ,Ausruhstein‘ bis zum stilisierten Bischofsstab – hat eine spirituelle Botschaft.“

Zu jeder Station gehört als Erkennungszeichen ein Naturstein aus Travertin und ein zum Bischofsstab gebogener Stahl sowie eine Erläuterungstafel. An vier Stationen befindet zusätzlich ein Mosaik in Kreuzform, das vom Atelier Robert Kaller in Dortmund geschaffen und in eine Betonplatte eingelassen wurde.

Der Bonifatiusstieg führt auch durch den „Park der Stille“ im ehemaligen Horaser Friedhof. Dort wurde für die neue Wegeverbindung unter anderem eine komplette Treppenanlage neu errichtet. Die Aussegnungshalle des Friedhofs hatte der Horaser Förderverein „Park der Stille“ in viel Eigenleistung und mit Unterstützung der Stadt saniert. Weitere Stationen des Bonifatiusstiegs in Horas sind die Bonifatiuskirche und der Bonifatiusbrunnen, die bislang immer weitab der eingetretenen touristischen Pfade in Fulda lagen. Eine indes sehr prominent platzierte Station – nämlich die am Bonifatiusplatz in der Innenstadt – wird wegen der Bauarbeiten für die Tourist-Information voraussichtlich erst im Frühjahr 2022 fertiggestellt werden können.

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