Politiker bemühen sich um die "Wella"

Bemühungen um die "Wella"
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Bemühungen um die "Wella"

Bemühungen um "Wella"

Hünfeld. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat sich am Donnerstag in einem Gespräch mit Hünfelds Bürgermeister Stefan Schwenk, dem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Jürgen Kehrel und dem Landtagsabgeordneten Dr. Walter Arnold über den aktuellen Sachstand in Sachen „Wella“ informiert. Laut Regierungssprecher Michael Bußer hat Bouffier dabei betont, dass die hessische Landesregierung alles tun werde, was in ihrer Macht stehe, um für vernünftige Beschäftigungsverhältnisse am Standort Hünfeld zu sorgen. Schwerpunkt seien allerdings jetzt die Gespräche der Unternehmensführung mit dem Betriebsrat zur Standortsicherung.

„Fairer Umgang“

Bouffier machte nach Auskunft von Regierungssprecher Bußer außerdem deutlich, dass er von der Unternehmensführung einen fairen Umgang mit den Beschäftigten erwarte und dass sowohl Betriebsrat als auch die Arbeitnehmer transparent und zeitnah über die Absichten informiert werden.

„Wir lassen die ,Wella’-Leute in Hünfeld nicht im Stich und werden all unsere Möglichkeiten nutzen, um den Standort zu halten“, hat die SPD-Bundestagsabgeordnete Birgit Kömpel (Wahlkreis Fulda/Vogelsberg) nach Gesprächen mit Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) und dem Betriebsratsvorsitzenden Norbert Herr mitgeteilt. Unmittelbar nach der Nachricht, dass das Unternehmen „Coty“ beabsichtige, das „Wella“-Werk in Hünfeld Ende 2018 zu schließen, war Kömpel aktiv geworden. 380 Männer und Frauen laufen Gefahr, bis Ende des nächsten Jahres ihre Jobs zu verlieren („Fulda aktuell berichtete in seiner Ausgabe vom 18. März).

„Richtige Strategie“

Betriebsratsvorsitzender Herr und die Gewerkschaft „IGBCE“, in der circa 80 Prozent der „Wella“-Belegschaft organisiert seien, würden nun alles daran setzen, die Unternehmensleitung von Produktivität und Qualität des Hünfelder Werkes zu überzeugen. „Ich halte das für die richtige Strategie“, schreibt Kömpel. In Hünfeld könnten beispielsweise 15 unterschiedliche Pflegeprodukte täglich abgefüllt werden, kein von „Coty“ favorisierter Lohnabfüller könne dies leisten. Die Situation in Hünfeld hat Kömpel auch Bundeswirtschaftsministerin Zypries (SPD) geschildert. Die Ministerin lebt in Darmstadt, wo „Wella“ ebenfalls beheimatet ist. Daher kennt sie das Unternehmen. „Ich habe ihr den Vorgang mit Hintergründen und Presseberichten übergeben“, so Kömpel. Zypries habe ihr versprochen, sich für den Erhalt des Standortes Hünfeld einzusetzen.

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