Bergmähwiesen-Meisterschaft im Vogelsberg: Tolle Resonanz 

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Eine Wiese in der Nähe von Bermuthshain mit (von links) Joachim Schönfeld (Amt für Wirtschaft und den ländlichen Raum), Wolfgang Wagner (Planungsbüro PlanWerk Nidda) und Dr. Rainer Oppermann (Leiter des Instituts für Agrarökologie und Biodiversität, Mannheim).

24 Anmeldungen von Landwirten eingegangen /  Sieger wird am 17. Juni in Eichelhain gekürt

Vogelsbergkreis - Am 10. April  hatten Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak (Landwirtschaftsdezernent) und Anja Püchner, Leiterin des Amtes für Wirtschaft und den ländlichen Raum, zusammen mit der Nachhaltigkeitsinitiative „Nähe ist gut“, bestehend aus Hassia, Rewe und Schwälbchen und dem Naturschutzgroßprojekt Vogelsberg, die erste Bergmähwiesen-Meisterschaft im Vogelsbergkreis ausgelobt und engagierte Landwirte zum Mitmachen aufgerufen.

Ziel der Meisterschaft ist es, den Landwirten, die ihren Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft leisten, ein Gesicht zu geben und ihre Verdienste für die Gesellschaft zu würdigen. „Der Erhalt der Artenvielfalt geht uns alle an und denjenigen Wertschätzung entgegenzubringen, denen es gelingt, ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen Interessen und naturnaher Bewirtschaftung herzustellen, ist Teil der Bergmähwiesen-Meisterschaft“, unterstreicht die stellvertretende Leiterin des Naturschutzgroßprojekts, Michaela Fedeli in einer Pressemitteilung.

Die Nachhaltigkeitsinitiative hat für diese Aktion 5.000 Euro Preisgelder zur Verfügung gestellt, und das Naturschutzgroßprojekt sorgt für die Finanzierung der „Nebenkosten“. Am Montag endete die Anmeldefrist – und der Rücklauf war beeindruckend: 24 Anmeldungen aus allen fünf Gemeinden sind eingegangen.

Jetzt geht es in die heiße Phase. Vor wenigen Tagen fand ein erstes Treffen mit Dr. Rainer Oppermann statt. Der Experte für Wiesenmeisterschaften im süddeutschen Raum kam extra in den Vogelsberg gereist, um Wolfgang Wagner vom Planungsbüro PlanWerk Nidda, Joachim Schönfeld vom Amt für Wirtschaft und den ländlichen Raum und Michaela Fedeli vom Naturschutzgroßprojekt Vogelsberg die Vorgehensweise bei der Bewertung der Wiesen direkt auf den Vogelsberger Bergmähwiesen zu erläutern. Von den weitreichenden Erfahrungen des Leiters des Instituts für Agrarökologie und Biodiversität konnten alle profitieren und viele Fachfragen wurden beantwortet.

In den nächsten drei Wochen wird Wolfgang Wagner vom Planungsbüro PlanWerk, der beim Termin dabei war, alle 24 angemeldeten Wiesen kartieren und eine Vorab-Bewertung vornehmen.

Am 7. Juni trifft sich dann eine Jury, bestehend aus Vertretern des Amtes für Wirtschaft und den ländlichen Raum, des Naturschutzgroßprojekts Vogelsberg, des Kreisbauernverbands Vogelsberg und der Naturschutzverbände, um gemeinsam die Platzierungen zu vergeben. Die Sieger werden am 5. Bergmähwiesen-Fest, am 17. Juni, in Eichelhain bekannt gegeben.

Neben dem Artenreichtum werden auch futterbauliche Kriterien bewertet, um zu zeigen, dass artenreiche Wiesen auch einen hohen Futterwert haben können und vor allem qualitativ spitzenmäßig sind. Der hohe Anteil an Kräutern, von denen viele auch eine Arzneiwirkung haben, wirkt sich positiv auf die Tiergesundheit aus und schmeckt auch noch. Insbesondere Pferdebesitzer und Mutterkuh- und Schafhalter schätzen das gute Heu von den Bergmähwiesen.

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