Bergwiesen und Bürgernähe

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Fulda. Die hessische Umweltministerin Priska Hinz informierte sich über die Belange des Biosphärenreservats Rhön.

Fulda. Umweltministerin Priska Hinz informierte sich in der vergangenen Woche im Landratsamt Fulda über die besonderen Belange des Biosphärenreservates Rhön. An dem Gespräch nahmen neben der Ministerin auch Peter Stühlinger vom Umweltministerium, Landrat Bernd Woide, Fachdienstleiter Torsten Raab und für den "Verein Natur und Lebensraum Rhön" die landwirtschaftliche Beraterin Janet Emig und der Geschäftsführer Marin Kremer teil.

Ministerin Hinz wurden zunächst die besonderen Belange des Biosphärenreservates als Modellregion der UNESCO erläutert und die Verantwortung des Landes herausgestellt. Wichtige Themen waren des Weiteren die Förderung der Regionalentwicklung im ländlichen Raum und der demographische Wandel, der auch vor der Rhön nicht Halt macht. Die Ministerin machte deutlich, dass in der neuen LEADER-Förderperiode auch wieder landwirtschaftliche Projekte förderfähig sein sollen. Insbesondere der Ökolandbau soll landesweit gestärkt werden. Hier können sich für das Biosphärenreservat besondere Chancen ergeben. Neue Wege will die Ministerin auch in der Förderung der Direktvermarktung gehen. Seitens des Biosphärenreservates wurde deutlich gemacht, dass ein zentrales Anliegen der Schutz des Berggrünlandes sein müsse. Hier hat die Rhön nationale Verantwortung. Gleichzeitig werden neue Förderinstrumentarien geprüft, um die Artenvielfalt der Bergwiesen gemeinsam mit der heimischen Landwirtschaft zu sichern.Landrat Woide machte deutlich, dass er in den kommenden Jahren eine Entbürokratisierung bei der Dorferneuerung und dem LEADER-Programm wünscht. So wurde von den Gesprächsteilnehmern auch mehr Bürgernähe bei der Abwicklung der Förderprogramme gefordert.Ein zentraler Wunsch war auch die Sanierung des Groenhoff-Hauses auf der Wasserkuppe. Von den deutschen Biosphärenreservaten wird erwartet, dass sie zeitgemäße Informationszentren vorhalten, um Bürger und Besucher in geeigneter Weise über den besonderen Auftrag und die Bedeutung der Biosphärenreservate zu informieren. Das aus den 1930er Jahren stammende Groenhoff-Haus ist sanierungsbedürftig und hinsichtlich des Raumzuschnitts nicht ausreichend. Diesbezüglich wird seitens des Umweltministeriums geprüft, ob eine Machbarkeitsstudie für eine Biosphärenreservats-Informationszentrum in Auftrag gegeben werden kann.

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