Berufsrisiko Natur: Landwirte im Kampf gegen die extreme Trockenheit

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Nicht nur den Landwirten macht die Trockenheit zu schaffen, auch die Natur hat damit zu kämpfen. Von einem großen Weiher im Gieseler Forst ist nur noch eine Pfütze übrig. 

Die Landwirte in der Region kämpfen derzeit gegen die anhaltende Hitze und die extreme Trockenheit.

Fulda - Wer sich für den Beruf Landwirt entscheidet, muss mit einem immer rechnen: mit der Unberechenbarkeit der Natur. In diesem Jahr machen die extreme Hitze und andauernde Trockenheit das Leben der Bauern in der Region schwer. Dabei ist die Ernte der Wintergerste noch gut bis durchschnittlich verlaufen. „Die ist bereits Anfang Juli geerntet worden“, erklärt Matthias Bug, Vorsitzender des „Kreisbauernverbandes Fulda-Hünfeld“. In punkto Raps und Weizen sieht es nach einer schlechteren Ernte aus, mit rund 30 Prozent Einbußen rechnen die Landwirte des „Kreisbauernverbandes Fulda-Hünfeld“ im Schnitt. Im Gespräch mit „Fulda aktuell“ berichten sie, welche Folge die derzeitige Witterung für sie und ihre Betriebe hat

Nicht nur den Landwirten macht die Trockenheit zu schaffen, auch die Natur hat damit zu kämpfen. Von einem großen Weiher im Gieseler Forst ist nur noch eine Pfütze übrig. 

„Für den Raps war es bei der Aussaat einfach zu nass und jetzt zu trocken“, sagt Bug. Auch der Mais ist in diesem Jahr ein Problemkind. „Für normale Ackerbaubetriebe ist die Trockenheit nicht das größte Problem“, erklärt Landwirt Peter Bleuel aus Fulda. Denn diese könnten die Verluste über die Verkaufspreise regulieren. Anders sehe es bei Futterbau-Betrieben und Veredlern aus. „Jetzt müsste eigentlich der dritte Schnitt der Grünflächen kommen, aber da ist nichts“, sagt Emil Funk, Landwirt aus Hünfeld. Rund 150 Tonnen Futter müssten dazu gekauft werden. „Alles, was nichts taugt, kommt an den Hacken“, meint Bleuel. Und spricht die stark gefallenen Rinderfleischpreise an. Denn alle Tiere, die man mühselig durchfüttern müsste kommen bereits jetzt zum Schlachter. „Das lässt die Preise fallen“, so Bleuel. Von geschätzten 60.000 Euro Verlust sprechen die Bauern in diesem Jahr. Einige könnten diesen durch bessere Jahre auffangen, andere müssten ein Betriebsdarlehen aufnehmen. „Zurzeit wird ja über unterstützende Maßnahmen für Landwirte diskutiert“, weiß Dr. Hubert Beier, Geschäftsführer des „Kreisbauernverbandes Fulda-Hünfeld“.

„Dieses Jahr sind wir nochmal mit einem blauen Augen davon gekommen“, sagt Stefan Schneider, Landwirt aus Künzell. Und Bug fügt an: „Eigentlich haben wir jedes Jahr irgendwelche Ausnahmezustände. Dieses Jahr ist es eben die Trockenheit, nächstes Jahr ist es vielleicht zu nass. Die Natur ist bei Landwirten eben das Berufsrisiko.“

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