In der künftigen Wohnung des Fuldaer Bischofs

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In dem ehemaligen Kontorgebäude wird eine Wohnung für Bischof Algermissen gestaltet.

Ortstermin für Journalisten im ehemaligen Kontorgebäude von "Wein Schmitt"

Fulda - Ende vergangener Woche hatte eine Veröffentlichung der Bischöflichen Pressestelle Fulda für Aufsehen gesorgt, wonach Bischof Heinz Josef Algermissen nach der Entpflichtung durch den Papst seinen Lebensabend in Fulda verbringen möchte und eine Wohnung im ehemaligen Kontorgebäude von "Wein Schmitt" beziehen werde. Journalisten hatten am Dienstagnachmittag ausgiebig Gelegenheit, die Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen. Dies allerdings in Schutzanzügen, weil der alte  Weinkeller und die Restauration Schmitt wegen hartnäcktigen Schimmelbefalls nicht mehr nutzbar sind.

Ausführliche Erläuterungen zu den Umbauplänen, die wohl im Oktober größtenteils abgeschlossen sind, kamen von Diözesanbaumeister Dr. Burghard Preusler, von Klaus Depta (Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit des Bistums) und von Alfred Storch, der als Bautechniker mit der Baubetreuung betraut wurde. In der "Villa Schmitt", die neben dem ehemaligen Kontorgebäude steht und die der Diözese Fulda gehört, sind kirchliche Stabsstellen wie Öffentlichkeitsarbeit und Rundfunk sowie ein externer Dienstleister für die EDV untergebracht. 

Deutlich wurde bei dem Ortstermin, dass das vor gut 130 Jahren erbaute frühere Kontorgebäude aus vier Einheiten besteht: aus Keller, Gewölbekeller, Wohnetage (die derzeit umgebaut wird) und Dachgeschoss. Ein Abriss war aus Gründen des Denkmalschutzes nicht möglich gewesen. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme liegen bei 450.000 Euro, wobei der etwa 140 Quadratmeter großen künftigen Wohnung des Bischofs mit Wohn-/Essbereich und Küche, einem Bad und einem Schlafzimmer noch ein 35 Quadratmeter großer Anbau hinzugefügt wird. In diesem sollen Hauswirtschaftsraum, Arbeitszimmer und ein einfacher Andachtsraum untergebracht werden. 

Depta betonte, dass seit Beginn der Planungen alle erforderlichen Gremien einbezogen worden sind. Alle Aufwendungen seien im Haushaltsplan des Bistums, der veröffentlicht und von unabhängigen Wirtschaftsprüfern geprüft werde, einsehbar. Zudem verwies er darauf, dass das Bistum kraft Vereinbarung verpflichtet sei, dem dann emeritierten Bischof eine angemessene Wohnung anzubieten. Zudem werde die Immobilie so gestaltet, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt anderweitig genutzt werden könne.

Hintergrund

Wenn Bischof Heinz Josef Algermissen im Februar 2018 anlässlich seines 75. Geburtstages den Papst um Entpflichtung von seinem Amt bittet, wird er das Bischofshaus für einen Nachfolger im Amt freigeben. Depta zufolge könne man erfahrungsgemäß anhand der Größe des Bistums von einer etwa ein Jahr andauernden Vakanz ausgehen. 

(Weitere Einzelheiten in der Printausgabe von "Fulda aktuell" am Wochenende). 

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