Besorgnisse der Sägewerker

MIT spricht von "Verdrngungswettbewerb" Lauterbach. Der MIT-Bezirksverband hatte in Verbindung mit den MIT-Kreisverbnden

MIT spricht von "Verdrngungswettbewerb"

Lauterbach. Der MIT-Bezirksverband hatte in Verbindung mit den MIT-Kreisverbnden Fulda und Main-Kinzig eine Konferenz mit Sgewerksbesitzern der Region abgehalten. Besonderes Thema war die Problematik der Holzbeschaffung und die Ansiedlung eines neuen Betriebs in Lauterbach und mgliche Auswirkungen auf die hessischen Sgewerksbetreiber.

Die MIT stellte zu Beginn der Sitzung fest, dass im Rahmen der Sozialen Marktwirtschaft eine freizgige Ansiedlungspolitik selbstverstndlich sei. Insofern knne die MIT grundstzlich nicht gegen die Ansiedlung sein. Allerdings setze sich die MIT fr einen ordnungspolitischen Rahmen ein, der allen Betrieben gleiche Chancen im Wettbewerb ermgliche.

Die MIT sei gegen jegliche Art der Monopolbildung und setze sich im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft besonders fr die kleineren und mittleren Unternehmen ein, so MIT-Bezirksverbandsvorsitzender Edwin Balzter.

MIT-Kreisvorsitzender Winfried Rippert sagte, nach den Wortbeitrgen der Sgewerksbesitzer vermarkte Hessenforst 70 bis 80 Prozent des Waldes. Das ergebe sich durch den hohen Landes- und Kommunalwaldbesitz. Es wrden pro Jahr etwa 1,8 bis 2,0 Mio. Festmeter vermarktet. Die Nachfrage der Sgewerksbesitzer knne nicht befriedigt werden. Es fehlten rund 1,2 Mio. Festmeter pro Jahr.

Diese Situation zeige deutlich, dass ein Angebotsmonopol vorliegt, erklrte der MIT-Kreisvorsitzende fr Main-Kinzig, Gerd Robanus. Da angeblich der neuen Firma Pfeifer/Heggenstaller, die in Lauterbach ein neues Werk errichten will, eine Grundversorgung seitens Hessenforst zugesagt worden sei, spitze sich die Versorgungslage deutlich zu und entwickele sich zu einem Verdrngungswettbewerb.

"Gutsherrenart"?

Rippert sagte, die heimischen Sgewerksbetreiber machen gegen diese Verdrngung mobil und fordern von Hessenforst eine Abdeckung ihres Bedarfs. Diese Bedarfszusage muss nachhaltig sein, da zuknftige Investitionen und Arbeitspltze von dieser Zusage abhngen. Es werde vermutet, dass die parlamentarische Kontrolle bei Hessenforst mangelhaft sei. Das Holz wrde nach Gutsherrenart verteilt. Durch Exporte nach China und sterreich werde eine gezielte Holzverknappung und dadurch eine betrchtliche Preissteigerung herbeigefhrt. Rippert: Es kann nicht sein, dass das Holz in andere Lnder gefahren wird und hierdurch eine Verknappung bei den Sgewerkern in Hessen eintritt. Hessenforst hat keine Lieferverpflichtung fr andere Lnder.

Die Grundversorgung msse den heimischen Sgewerken zugestanden werden. Bei einer Investition in ein neues Sgewerk sollte die Grundversorgung erhht werden. Nur so lohnten die Investitionen der hessischen Sgewerker. Zur Zeit gebe es in Hessen 65 Sgewerke mit insgesamt 1.300 Arbeitspltzen.

Bitte an Landesregierung

Die MIT bittet deshalb die Landesregierung, die hessischen Sgewerker strker zu bercksichtigen. Wir erwarten, dass der Hessische Minister fr Umwelt, Landwirtschaft und Forsten sich den Fragen der Sgewerksbesitzer stellt. Es kann nicht sein, dass eine Grundversorgung an Pfeifer gegeben wird, welche die hessischen Sgewerker nicht haben. Der Erhalt der Arbeitspltze in hessischen Sgewerken muss gesichert bleiben und kann nicht durch Hessenforst in Frage gestellt werden, so Rippert abschlieend.

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