Bessere Anerkennung von Ausbildung in Europa

+

Straßburg. Die Europaabgeordnete Barbara Weiler (SPD) und der "Europäische Berufsausweis", der bürokratische Schranken öffnet.

Osthessen/Straßburg. Die Freizügigkeit ist eine der vier Grundfreiheiten der Europäischen Union. Der Abbau von Hürden bei der grenzüberschreitenden Jobsuche gehörte deswegen schon zu den Prioritäten, als die europäische Integration noch in den Kinderschuhen steckte. Am Mittwoch stimmten die Europaabgeordneten in Straßburg für weitere Verbesserungen. Mit der Reform der Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikationen werden Ausbildungen künftig noch schneller europaweit anerkannt.

"Mit dem Europäischen Berufsausweis öffnen sich bürokratische Schranken, die bisher die Mobilität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern behinderten. Diese elektronische Bescheinigung war eine zentrale sozialdemokratische Forderung. Sie garantiert eine unkomplizierte Anerkennung von Berufsqualifikationen",begrüßte die SPD-Europaabgeordnete Barbara Weiler diese Neuregelung.

Ein Schwerpunkt der Reform lag auf der Weiterentwicklung von Gesundheitsberufen: "Die Sicherheit von Patientinnen und Patienten stand für uns Sozialdemokraten im Vordergrund", erläuterte die Binnenmarktexpertin Barbara Weiler. "Ein neu eingeführter 'Vorwarnmechanismus' schafft mehrTransparenz und schützt vor Ärzten, gegen die in einem EU-Land ein Berufsverbot verhängt wurde. Außerdem dürfen Mitgliedstaaten im Gesundheitsbereich die Sprachkenntnisse überprüfen", so die Nordhessin weiter.

Darüber hinaus werden die Mindestbildungsanforderungen zahlreicher Berufsgruppen mit der Revision der bisherigen Richtlinie aktualisiert. Für Gesundheitsfachkräfte sind sowohl zwölf als auch - wie in Deutschland - zehn Jahre Schulbildung zulässig. Ein Kompetenzkatalog listet Fähigkeiten auf, die alle Krankenschwestern und -pfleger in der EU nachweisen müssen. "Die Mitgliedstaaten haben die Verpflichtung, der EU-Kommission über die Umsetzung des Kompetenzkatalogs zu berichten. Dies wird auch in Deutschland eine konstruktive Debatte zu Arbeits- und Ausbildungsbedingungen von Gesundheitsfachkräften anstoßen", beschrieb Barbara Weiler ihre Erwartungen an das Gesetz.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Protest- und Abseilaktion auf der A7
Fulda

Protest- und Abseilaktion auf der A7

Protestaktion mit Kletterseilen und Bannern an der Brücke der Haunestraße über der A7 in Künzell demonstrieren am Sonntagvormittag rund 40 Menschen zum Thema …
Protest- und Abseilaktion auf der A7
Neuer Naturschutz-Beirat für Fulda
Fulda

Neuer Naturschutz-Beirat für Fulda

Fulda. Mitglieder mit besonderem Sachverstand im Gremium - Vorsitzender bleibt Jochen Rümann.
Neuer Naturschutz-Beirat für Fulda
Ein Pferd aus der Rhön bei "Bibi und Tina"
Fulda

Ein Pferd aus der Rhön bei "Bibi und Tina"

Vollblutaraber „Sarouc“ ist ein Filmpferd und in den "Bibi und Tina"-Filmen als „Sabrina“ zu sehen. Lene Husch aus Lahrbach ist seine Besitzerin.
Ein Pferd aus der Rhön bei "Bibi und Tina"
Pro&Contra: Öffentliches WLAN für alle?
Fulda

Pro&Contra: Öffentliches WLAN für alle?

Die Redakteure Jennifer Sippel und Christopher Göbel vertreten zwei unterschiedliche Meinungen, was WLAN-Nutzung in der Öffentlichkeit betrifft.
Pro&Contra: Öffentliches WLAN für alle?

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.