Zu Besuch beim Snowkite-Kurs der Flugschule Papillon

„Fulda aktuell“-Volontärin Antonia Schmidt testete den Trendsport Snowkiten bei der „Flugschule Papillon“ auf der Wasserkuppe. Foto: Göbel

Fulda aktuell-Volontärin Antonia Schmidt besuchte die Flugschule Papillon und testete den Trendsport Snowkite.

Wasserkuppe.  Und plötzlich reist der Wind dich mit. Völlig unterschätzt habe ich in der vergangenen Woche die Kraft des Windes auf der Wasserkuppe. Die "Flugschule Papillon" hatte die "Fulda aktuell"-Redaktion eingeladen den Wintersport Snowkiten einmal selbst auszuprobieren.  Gleich vorweg genommen: Ich bin keine sonderlich gute Snowboarderin.  Und genieße doch meistens auf der Piste die Aussicht. Doch war ich sofort Feuer und Flamme, als ich gefragt wurde, diese Trendsportart zu testen.

Bei der Flugschule auf der Wasserkuppe angekommen, ging es sofort los. In die Schneeanzüge, Helme auf und rein in das Trapez. Das Trapez fühlt sich ehrlich gesagt wie eine Windel an. Es ist ein Sitzgurt mit Metallhaken, in die der Kite (Drachen) eingehängt wird – ein gewöhnungsbedürftiges Gefühl. Also gingen wir auf die Piste. Leider war der Morgen sehr neblig. Unser Snowkite-Instructor Thomas Jorzik hatte an diesem Tag viel zu tun. Neben drei Anfängern betreute er noch drei Fortgeschrittene. "Normalerweise sind unsere Kurse kleiner" , erklärt Thomas.

Meine Mitstreiter waren Julia und Markus. Während die drei fortgeschrittenen Teilnehmer  bloß ihre Kites auspackten und losfuhren, erklärte uns Thomas erstmal den Kite und seine verschiedenen Teile. Dann ging es auch schon los. Der Kite wurde in das Trapez eingehängt und wir wagten die ersten Steuerversuche. Zunächst ohne Snowboard an den Füßen. "Der Snowkite-Kurs besteht aus zwei Teilen. Zuerst wird das Steuern des Drachens geübt. Wenn das gut klappt, werden erste Fahrversuche mit dem Snowboard oder auf Ski unternommen", so Thomas. Die Kurse ziehen sich normalerweise über zwei Tage. Ein Tag lenken und am zweiten Tag fahren. Snowkiten an einem Tag lernen zu wollen,  war schon sehr sportlich.

Nach Julia war dann ich an der Reihe. Der Kite wurde bei mir eingehakt und los ging es. Das ist ja gar nicht so schwer. Stieß mir im ersten Moment in den Kopf. Bis ich mit meinem Kite in die sogenannte Powerzone gelangte. Und plötzlich riss der Wind mich mit. Ich hatte Schwierigkeiten, festen Stand zu finden. Ich musste  mein gesamtes Körpergewicht einsetzen, um auf dem Boden zu bleiben. Es war toll. Nach einigen Lenkversuchen mit einem größeren Kite stellten wir uns auf unsere Boards. Julia und Markus waren Naturtalente. Sie stellten sich darauf und fuhren davon. Bei mir sah das leider nicht so elegant und einfach aus. Der weiche Schnee und die Aufgabe, Snowboard und Kite zu koordinieren fiel mir sichtlich schwer. Mit Hilfe von Thomas schaffte ich zum Glück wenigstens ein paar  Meter.

Für mich war das Snowkiten eine wunderbare und spannende Erfahrung. Es ist vor allem für diejenigen geeignet, die bereits gut Ski oder Snowboard fahren und sich neuen Herausforderungen stellen möchten. Ich übe noch fleißig an meinen Snowboard-Künsten und komme sicherlich wieder.  Ein Video zum Artikel gibt es in der nächsten Woche auf www.lokalo24. de zu sehen.  Weitere Informationen zum Thema Snowkiten gibt auf www.snowkite.de .

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