Betreuung per Video: „Mrs. Sporty“ findet neue Wege in der Krise

Rebecca Mayer, Inhaberin von "Mrs. Sporty" in Petersberg.

Das Fitness-Studio "Mrs. Sporty" in Petersberg musste kreativ werden, um die Kunden in der Coronakrise weiter zu betreuen.

Petersberg - Von den Corona-Schließung ist auch das Fitness-Studio „Mrs. Sporty“ in Petersberg betroffen. „Fulda aktuell“ sprach mit Rebecca Mayer, die das Studio führt, über die Lage des Unternehmens.

 

FULDA AKTUELL: Wie hart trifft die Corona-Pandemie Ihr Fitness-Studio? Gab oder gibt es Kunden, die ihre monatlichen Beiträge nicht zahlen wollen und was antworten Sie diesen?

REBECCA MAYER:

Natürlich trifft auch uns diese Krise hart, wie wahrscheinlich die meisten anderen bundesweiten und lokalen Unternehmen. Umsatzeinbußen und die Tatsache nicht mehr direkt mit den Mitgliedern arbeiten zu können. Wir stehen täglich in einem leeren Fitnessclub und geben unser Bestes, die Mitglieder zuhause fit zu halten, jedoch vermissen wir den persönlichen Kontakt zu unsren Mitgliedern. Als Unternehmerin und Personaltrainerin bin ich sehr froh, dass rund 80 Prozent unserer Mitglieder zuhause mit unseren Trainingsprogrammen weiter trainieren und auch dazu bereit sind, ihre Beiträge weiter zu bezahlen. Natürlich haben auch wir Mitglieder, welche von dieser schrecklichen Krise finanziell getroffen sind. Mit diesen Frauen finde ich dann individuelle Lösungen, welche zu ihrer momentanen Situation passen. In der Regel setzten sie die aktuellen Monatsbeiträge aus.

 

FA: Wann hoffen Sie, wieder öffnen zu können und welche Hygienemaßnahmen haben Sie bereits ergriffen?

RM:Wir hoffen natürlich, sobald wie möglich wieder zu öffnen, um wieder für die Mitglieder persönlich da zu sein. Ich hoffe auf die Öffnung unter bestimmten Auflagen Anfang Juni. Wir stellen unser Trainingskonzept nur minimal um, sodass jedes Mitglied während des Trainings auf einer Fläche bleibt, kein Wechsel der Kleingeräte nötig ist, somit stellen wir sicher, dass unsere Mitglieder ein geringeres Infektionsrisiko als im Lebensmittelladen ausgesetzt sind. Natürlich haben wir auch Hygienemaßnahmen getroffen, wie zum Beispiel Desinfektionsmittelspender angebracht, Plexiglastrennwände in den Beratungsbereichen angebracht und tolle pinke Masken für unsere Mitglieder und Trainerinnen bestellt.

 

FA: Gibt es staatliche Hilfen in der Coronakrise und nutzen Sie diese?

RM:Wir sind zum Glück noch nicht auf staatliche Hilfen angewiesen, da unsere Mitglieder uns ja noch weiterhin tatkräftig unterstützen, indem sie unsere derzeitige Leistung honorieren und schätzen. Außerdem habe ich Rücklagen gebildet, welche dem Unternehmen derzeit auch zugute kommen.

 

FA: Wie sieht es mit Ihrem Personal in der Zeit der Schließung aus?

RM:Keiner meiner Mitarbeiter ist in Kurzarbeit. Wir alle arbeiten derzeit mindestens genau so viel wie üblich. Tendenziell sogar mehr, da das Videodrehen und die Telefon- und Onlinebetreuung sehr zeitaufwendig sind. Wir hoffen, dass wir bald wieder für unsere Kundinnen persönlich dasein können und freuen uns, dass wir so eine tolle Community sind die auch in solchen Zeiten zusammenhält. Das Motto lautet: „Wir können zwar den Wind nicht ändern, aber die passenden Segel setzen.“

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