Betroffene, auch aus der Region Fulda, starten Kampagne: #NurSicherBeimFriseur

Friseurunternehmer, darunter Manfred Hohmann aus Hilders, machen mit Petition auf Anliegen aufmerksam

Region - #NurSicherBeimFriseur. Warum Friseure helfen können: So nennt sich eine bundesweite Kampagne einer Gruppe betroffener Friseurunternehmer. Zusammen repräsentieren sie eigener Aussage zufolge 150 Salons mit über 1.000 Mitarbeitern, sowie eine der führenden Friseur-Meisterschulen Deutschlands. Mit dabei ist auch Friseurmeister Manfred Hohmann aus Hilders.

Der Hintergrund: Seit genau sechs Wochen sind die Friseursalons in Deutschland geschlossen, doch die Haare wachsen auch im Lockdown. Der Schwarzmarkt boome, und täglich würden in Deutschland Haare geschnitten und gefärbt. Dies in einem unkontrollierbaren Umfeld, ohne Hygienekonzept, ohne Kontaktnachverfolgung.

Wie es in einer Petition unter anderem heißt, sei die Schließung von Friseursalons kontraproduktiv. Es wäre sicherer, Friseursalons wieder zu öffnen.

Und weiter: "Die Friseure in Deutschland wollen helfen. Friseure können einen kleinen, aber wichtigen Beitrag leisten, um besser durch diese Pandemie zu kommen. Sowohl im ersten als auch jetzt im zweiten Lockdown wurden Friseursalons gemeinsam mit dem Einzelhandel geschlossen. Das erscheint auf den ersten Blick sicherlich auch logisch. Wenn man seinen Blick auf die Branche schärft, zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Friseure sind in erster Linie Handwerker, eingetragen in der Handwerksrolle und unterliegen den Anforderungen des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Maler, Tischler, Elektriker und alle weiteren Handwerker werden auch im Lockdown aktiv gebraucht, um Deutschland am Leben zu halten. Friseure nicht?

Um das persönliche Wohlbefinden zu erhalten und um selbstbewusst diese schwierige Zeit zu überstehen, sehnen sich viele Menschen nach einer gepflegten Optik. Dieses Bedürfnis besteht auch im Lockdown. Professionelle Friseurdienstleistungen können Friseure jedoch nicht online, to go oder als Click & Collect- Service anbieten. Der Schwarzmarkt boomt. Viele Menschen vermissen professionelle Friseur-Dienstleistungen. 

Legale Angebote und reale Nachfragen befinden sich in einer fatalen Schieflage. Als einziger Handwerksberuf werden Friseure daher immer öfter genötigt, ihre Professionalität außerhalb professioneller Rahmenbedingungen auszuüben. Das Risiko steigt, trotz geschlossener Friseursalons. Die Nachfrage steigt täglich. Friseurdienstleistungen, die jetzt illegaler Weise privat durchgeführt werden, schaden nicht nur der Wirtschaft. Aufgrund unkontrollierbaren Hygieneverhaltens und unmöglicher Kontaktnachverfolgung ist die Schließung von Friseursalons kontraproduktiv. Friseurdienstleistungen gehören in einen professionellen Friseursalon! Nur dort gelten verbindliche, sehr hohe Hygienevorschriften. Nur dort werden alle Kontaktdaten lückenlos erfasst, um die Gesundheitsämter zu entlasten. Nur dort sind alle Vorgänge von Seiten der Behörden und Ordnungsämter sicher und schnell zu kontrollieren.

Geöffnete Friseursalons können einen wichtigen wirtschaftlichen, professionellen und menschlichen Beitrag leisten, besser durch diese Pandemie zu kommen und das Infektionsrisiko in Bezug auf Beauty-Dienstleistungen zu minimieren. Das dabei alle geltenden, strengen Abstands- und Hygienevorschriften der BGW (Berufsgenossenschaft) ausnahmslos eingehalten werden, ist eine Selbstverständlichkeit.

Daher unser dringender Appell an die Politik: Öffnet so schnell wie möglich die Friseursalons! Bitte unterstützten Sie unser Anliegen und unterschreiben Sie die Petition: https://www.openpetition.de/nursicherbeimfriseur. " 

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