Bilanz der Bad Hersfelder Festspiele: 100.000-Besucher-Marke geknackt

Bilanz der Bad Hersfelder Festspiele 2017: 100.000-Besucher-Marke geknackt.
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Intendant Dr. Dieter Wedel ist erfreut über "seine" erfolgreichen Festspiele, die am heutigen Mittwoch mit einer Abschlussgala zu Ende gehen.

Bad Hersfeld - Die "67. Bad Hersfelder Festspiele" gehen am heutigen Mittwochabend mit einer Abschluss-Gala, die Musicalstar Helen Schneider bestreitet, zu Ende. Bereits jetzt stehen die Zahlen fest, die in der Saison 2017 erspielt wurden. Auf dem Programm standen "Martin Luther - Der Anschlag" in der Inszenierung von Dieter Wedel, "Titanic" in einer Inszenierung von Stefan Huber, die Wiederaufnahmen von "Hexenjagd" (Wedel) und "My fair Lady", das Cush Jung in Szene gesetzt hatte. Im "Kleinen Freilichttheater Schloss Eichhof" spielte "39 Stufen" nach Alfred Hitchcock, und als Kinderstück gab es "Das tapfere Schneiderlein", das von Franziska Reichenbacher im Theaterzelt inszeniert worden war.

"Ich freue mich sehr, dass wir die 100.000 Besucher in dieser Saison erreicht haben", sagte Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling bei der Bilanz-Pressekonferenz am heutigen Vormittag. Dies sei vor 16 Jahren zuletzt der Fall gewesen. Es sei in diesem Jahr zum ersten Mal passiert, dass sowohl das Schauspiel als auch das Musical bereits vier Monate vor Spielbeginn ausverkauft gewesen seien.

Der Gesamt-Etat der Festspielsaison 2017 lag bei 7,5 Millionen Euro. "Davon wurden rund 60 Prozent durch Ticketverkauf und Sponsoren erwirtschaftet", sagte Andrea Jung, die Kaufmännische Leiterin der "Bad Hersfelder Festspiele". Der Rest kommt aus Fördertöpfen der Stadt, des Landkreises, des Landes Hessen und des Bundes. Abschließende Zahlen konnten Wedel und Fehling noch nicht nennen, da die Geschäftsbilanz erst am Ende dieses Jahres gezogen werden kann. "Aus dem städtischen Haushalt kommen 1,2 Millionen Euro", erklärte Fehling.

Anstrengende Festspielzeit für alle Beteiligten

"Wir haben einen kräftigen Sprung nach oben gemacht", freute sich Festspiel-Intendant Dr. Dieter Wedel. Es sei aber auch für alle Beteiligten vor, hinter und auf der Bühne ein "sehr anstrengende Zeit" gewesen. Wedel dankte den Darstellern, die in diesem Jahr mehrfach bei strömendem Regen spielten und sangen. "Regenvorstellungen zu spielen hat einen unglaublichen Reiz", sagte Wedel. Er lobte auch das Engagement der Kleindarsteller, die auf der Festspielbühne die "Liebe zum Theater leben".

Erleichtert ist Wedel, dass das von ihm geschriebene und inszenierte Luther-Stück von Publikum und Kritik größtenteils positiv aufgenommen worden sei. "Ich wusste, dass ich den Menschen damit eine persönliche Breitseite biete", so Wedel. 23-mal wurde "Luther" gespielt, 32 Schauspieler und 68 Kleindarsteller standen auf der Bühne, Video-Einspieler auf den beiden LED-Wänden unterstrichen die Handlung. Mit 29.587 Zuschauern hatte das Stück eine Auslastung von nahezu 100 Prozent.

Neues Musical, zwei Wiederaufnahmen

"Titanic" wurde 22-mal gespielt. Mehr als 28.000 Besucher sahen die aufwändige Inszenierung, die mit 37 Sängerinnen und Sängern, einem 25-köpfigen Orchester unter der Leitung von Christoph Wohlleben und einem anspruchsvollen Bühnenbild (Timo Dentler/Okarina Peter) von Musical-Spezialist Stefan Huber in Szene gesetzt worden war. Die "Titanic"-Auslastung: beinahe 99 Prozent.

Die Wiederaufnahme von "Hexenjagd" nach Arthur Miller in der Regie des Intendanten wurde von rund 8.000 Besuchern besucht, was einer Auslastung von etwa 76 Prozent entspricht. "Der Erfolg von ,Luther' hat auch ,Hexenjagd' nach oben gebracht", ist Wedel sicher.

"My fair Lady" mit Sandy Mölling, Ilja Richter und Cush Jung (Hauptrolle und Regie) war im zweiten Jahr wieder äußerst erfolgreich. Die Auslastung lag bei 98 Prozent, was mehr als 15.000 Besuchern entspricht.

Die "Italienische Nacht" mit einer Schauspielerin, drei Solisten, Chor und Orchester unter der Leitung von Ulrich Manfred Metzger war zu 75 Prozent ausgelastet. Das Programm wurde an zwei Abenden aufgeführt. Beim Kinderstück, das 25-mal gespielt worden war, lag die Auslastung bei nahezu 98 Prozent. Also sahen 3.168 Kinder die Inszenierung der "Lottofee" Franziska Reichenbacher im Theaterzelt.

Pop-Konzerte restlos ausverkauft

Die beiden Konzerte im Rahmenprogramm der Festspiele mit Laith Al Deen und Max Giesinger waren restlos ausverkauft. Bei letzterem am gestrigen Abend nutzten viele Zaungäste aufgrund des guten Wetters die Möglichkeit, sich mit Decken rund um die Stiftsruine niederzulassen, um Giesingers Konzert zu lauschen. Dieses wurde auch live in die "Schilde-Halle" übertragen, war aber dort nicht so gut besucht, wie sich das die Veranstalter vorgestellt hatten.

Vorausschau auf die kommende Saison

Vorausblickend deutete Wedel an, sich in einigen Jahren erneut dem Luther-Thema zu widmen. "Im Jahr 2021 jährt sich Luthers Auftritt vor dem Wormser Reichstag zum 500. Mal", so Wedel. Dessen Intendanz-Vertrag läuft bis zum Jahr 2022. Wedel lobte das gesamte Ensemble der "Bad Hersfelder Festspiele" und nannte die Stiftsruine "einen ganz besonderen Spielort". Alle Schauspieler würden in Zukunft gerne wieder zum Festspiel-Ensemble gehören. "Die Hersfelder können sich glücklich schätzen, dass sie die Stiftsruine und natürlich die Festspiele haben", sagte Wedel.

In Bad Hersfeld sei in diesem Jahr kein "Sommertheater" gespielt worden. "Luther" und "Hexenjagd" seien "düstere, ernste Stücke" und "auch die ,Titanic' geht ja am Ende unter", sagte der Intendant. Wichtig ist ihm die Qualität des Theaters, nicht unbedingt die Zuschauerzahlen. "Ob ein Film gut ist, sieht man nicht an der Einschaltquote", sagte Wedel im Rückblick auf seine beruflichen Wurzeln als Filmemacher. Unterm Strich zeigten sich Wedel, sein Stellvertreter Joern Hinkel und Bürgermeister Fehling zufrieden über die erfolgreiche Saison. "Es ist uns gelungen, mit anspruchsvollen Produktionen ein volles Haus zu haben", so Wedel.

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