Sichere Zukunft und ein Eis: Sigmar Gabriel begeistert in Fulda

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Bundesaußenminister Sigmar Gabriel besucht Fulda und begeistert Anhänger.

Fulda - Der Wahlkampf geht in die heiße Phase. Zur Unterstützung der heimischen SPD reiste am Mittwochnachmittag Bundesaußenminister Sigmar Gabriel an. Die Bundestagsabgeordnete Birgit Kömpel hatte den Vizekanzler eingeladen. „Ich komme gern in diese schöne Stadt“, so Gabriel, der selbst aus der Kleinstadt Goslar stammt. Wenn es nach Gabriel geht müssten alle Politiker, bevor sie nach Berlin gehen, in einem Kreistag gesessen haben. „Die meisten Bürger in Deutschland leben in kleineren Städten“, so der Vizekanzler.

Gabriel begeistert die rund 800 Menschen auf dem Universitätsplatz. Spricht über die Themen Außen- und Rüstungspolitik. „Ich möchte, dass die nachfolgende Generation auch im Frieden leben kann“, so der 58-Jährige, der selbst Vater von drei Kindern ist. Bei seiner Rede erblickt er im Publikum den kleinen Lasse. „Wir wollen Frieden für Lasse und seine Freunde“, fordert Gabriel.

Mehr Geld für Aufrüstung ausgeben? Laut Gabriel, „völlig unsinnig“. Man müsse die Bundeswehr besser aus- und nicht aufrüsten. Und wirft dabei einen kritischen Blick auf die Verteidigungsminister, allen voran Karl-Theodor zu Guttenberg. „Guttenberg hat die Bundeswehr wie seine eigene Doktorarbeit behandelt“, zeigt sich Gabriel bissig. Mehr Waffen bedeute nicht mehr Sicherheit. Man müsse die Ursachen für Konflikte bekämpfen. „Deutschland muss die Stimme des Friedens sein“, so Gabriel. Um die Aufrüstung von Atomwaffen zu stoppen, um Kindern und Enkeln eine friedliche Welt zu hinterlassen. „Die einzigen, die das verhindern können sind die USA, Russland und China. Das Beispiel Nordkorea darf keine Schule machen“, fordert der Außenminister. Eine Rüstungskontrolle müsse her.

Unter viel Applaus fordert er mehr Geld für Bildung. „Ich würde nicht in Fulda anfangen, sondern in den schlimmsten Schulvierteln, denn da müssen die besten Schulen stehen“, erklärt er. Gabriel fordert mehr Zeit für Familien, mehr Geld für Bildung und weniger Versprechen, sondern mehr Handeln. Auch zum Thema Integration hat der Vizekanzler eine klare Meinung: So soll zu jedem Beitrag für die Integration eines Flüchtlings ein Beitrag für die bestehende Gemeinde gezahlt werden. Ein Anliegen hatte der Außenminister noch an seine Anhänger: „Bitte helfen Sie mit, dass nicht das erste Mal nach 1945 echte Nationalsozialisten am Rednerpult des Bundestages stehen.“ 40 Minuten lauschten die Besucher dem Vizekanzler. Keine Gegendemonstranten störten die Veranstaltung. Viele Anhänger nicken während seiner Rede zustimmend oder rufen „richtig“.

„Merkel ist eine ganz gute Kanzlerin, wenn wir Sozialdemokraten auf sie aufpassen“, verabschiedet sich Gabriel unter Applaus und gibt dem kleinen Lasse noch Geld für ein Eis.

Vorab schlugen der SPD-Landratskandidat Simon Schüler und die SPD-Bundestagskandidatin Birgit Kömpel noch die Wahltrommel. Schnelles Internet für alle, Arbeit, die sich lohnt, und Bürgernähe – das steht auf der Agenda der Kandidaten.

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