Noch heute: "Fuldaer Bildungsmesse" mit 145 Ausstellern

Vielfältige Informationen über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Hotel- und Kongresszentrum "Esperanto"

Fulda - Noch am heutigen Montag ist die Möglichkeit zum Besuch der "Fuldaer Bildungsmesse" im "Kongresszentrum Esperanto" gegeben: 145 Aussteller informieren auf 4300 Quadratmetern über insgesamt 216 Ausbildungsberufe sowie zahlreiche Weiterbildungs- und Studienangebote.

IHK-Präsident Bernhard Juchheim:  „Aus unserer aktuellen Konjunkturumfrage wissen wir, dass für 70 Prozent unserer Betriebe der Fachkräftemangel ein echtes Thema ist. Gleichzeitig will eine Reihe von Unternehmen ihre Beschäftigtenzahl ausweiten. Die Bildungsmesse sei ein Bekenntnis der Ausbildungsbetriebe zur Qualifizierung des Fachkräftenachwuchses im eigenen Unternehmen. Nur so ließe sich mit Blick auf den Fachkräftemangel die Wettbewerbsfähigkeit erhalten, unterstrich der IHK-Präsident. Die zweitägige Bildungsmesse sei auch ein Leuchtturm, der weit über die Grenzen unseres Landkreises hinaus strahle und neben den Jugendlichen wichtige Multiplikatoren wie Eltern und Lehrer anziehe.

Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, ist begeistert von den Möglichkeiten, die den jungen Menschen im Rahmen der Bildungsmesse geboten werden: „Auch für Erwachsene, die bislang keine berufliche Ausbildung absolviert haben oder sich neu orientieren wollen, ist die Messe die richtige Adresse, um die vielfältigen Angebote zu nutzen.“ In sofern sei die Bildungsmesse eine gute Ergänzung zur Arbeit der Berufsberatung und ein wichtiger Baustein im individuellen Berufswahlprozess.

„Wir wollen nicht mit Laptop, Handy oder Führerscheinfinanzierung junge Leute überreden, sondern wir wollen sie mit den besseren Argumenten überzeugen und vor allem begeistern“, betont Kreishandwerksmeister Claus Gerhardt. Die Kreishandwerkerschaft hat an ihrem Stand auch eine aktuelle Lehrstellenbörse eingerichtet. Der Einstieg in die Ausbildung ab Sommer 2018 ist noch möglich. Dem Handwerk fehlen jetzt schon tausende Fachkräfte. „Der Mangel wird sich dramatisch verschärfen, wenn ab 2025 die geburtenstarken Jahrgänge aus den 60er Jahren in den Ruhestand gehen. Wer heute eine Ausbildung im Handwerk macht, braucht sich deshalb über seine berufliche Zukunft keine Gedanken mehr zu machen“, sagt Gerhardt.

„Der direkte Kontakt, die persönliche Begegnung, das lockere Gespräch – das sind Markenzeichen der Bildungsmesse, eine Veranstaltung, die wichtiger denn je ist“, stellt Landrat Bernd Woide fest. Nie war die Bandbreite der beruflichen Möglichkeiten für junge Menschen so groß, und oft wachse mit der Auswahl auch die Verunsicherung. Bei der Bildungsmesse mit ihren 1454 Ausstellern finden die Jugendlichen Orientierung und Gewissheit über ihre Interessen, Stärken und Chancen.

Fuldas Bürgermeister Dag Wehner sieht die Bildungsmesse ebenfalls als einen unverzichtbaren Baustein der Berufs- und Studienorientierung in der Region Fulda, eine Veranstaltung mit einiger Tradition, die zugleich eindrucksvoll die Flexibilität und Durchlässigkeit unseres Bildungssystems vor Augen führt.

Für Harald Persch, Leitender Direktor des Staatlichen Schulamtes, ist die Bildungsmesse das Ergebnis des hervorragenden Engagements der heimischen Betriebe und Schulen für Ausbildung und duales Studium: „An den Schulen ist in den vergangenen Jahren viel getan worden, um die berufliche Orientierung zu verbessern.“ So hat in diesem Schuljahr an zwei beruflichen Schulen der Modellversuch „Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung“ begonnen. Ziel ist es, den Übergang weiter zu verbessern und die interessanten Möglichkeiten des ausbildungsbegleitenden Erwerbs von Schulabschlüssen zu stärken. Alle Veranstalter sind sich einig: Der Einstieg ins Berufsleben über eine duale Ausbildung ist für junge Schulabsolventinnen und -absolventen eine große Chance.

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