Bis zu 1.100 Impfungen täglich geplant

Die Tests sollen ab der kommenden Woche ausgeweitet werden.
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Die Tests sollen ab der kommenden Woche ausgeweitet werden.

Impfungen, Schnelltests und Öffnungen im Landkreis Fulda

Fulda. Das Land hat für Hessen festgelegt, dass die anstehenden Öffnungen an die Inzidenz des Landes geknüpft werden. Ab kommender Woche wird es deshalb erste Öffnungen im Handel geben. Zudem soll jede Bürgerin und jeder Bürger wöchentlich eine Schnelltestmöglichkeit erhalten. Die Impfungen im Landkreis Fulda schreiten weiter voran: Das Impfzentrum wird in der kommenden Woche bis zu 1.100 Impfungen pro Tag durchführen.

Impfungen

Im Landkreis Fulda sind mit Stand Freitag 23.672 Impfungen durchgeführt worden: 15.089 Bürgerinnen und Bürger haben die Erstimpfung erhalten, 8.583 bereits die Zweitimpfung. Somit sind bislang 6,8 Prozent der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Fulda erstmals und 3,8 Prozent bereits zum zweiten Mal geimpft. Aus der Priorisierungsgruppe 1 haben von den 15.700 im Landkreis Fulda lebenden über 80-Jährigen inzwischen 8.590 die erste Impfung erhalten. Vom Personal in den niedergelassenen Arztpraxen sind von bislang 980 Impfwilligen 784 zum ersten Mal geimpft.

In der nächsten Woche beginnen dann die Impfungen der Lehrerinnen und Lehrern der Grund- und Förderschulen und des Personals in der Kinderbetreuung. Zudem wird der Landkreis Fulda ab kommender Woche das Personal sowie die Bewohnerinnen und Bewohner in Behinderteneinrichtungen mit mobilen Teams impfen.

In dieser Woche sind im Landkreis Fulda täglich zwischen 800 und 900 Personen im Impfzentrum geimpft worden. In der kommenden Woche wird die Zahl der Impfungen im Impfzentrum auf 1.100 am Tag ansteigen. Damit wird die zu Beginn geplante Kapazität erreicht. „Wir sind optimistisch, dass wir die täglichen Kapazitäten aber noch weiter steigern können. Unabhängig hiervon streben wir an, möglichst schnell Impfungen durch die Hausärzte und die Betriebsmediziner zu ermöglichen“, erklärt Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt.

Schnelltests

Der Bund und die Länder haben beschlossen, dass ein Schnelltest pro Woche für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos zur Verfügung gestellt werden soll. Die Ausweitung der Teststrategie bestärkt und bestätigt den Kreis in seiner bisherigen Vorgehensweise, alle engen Kontaktpersonen – auch die ohne Symptome – zu testen. Alles was das Dunkelfeld aufhellt, hilft bei der Bekämpfung der Pandemie. Auch die Selbst- und Schnelltests werden in den nächsten Wochen dazu beitragen. Die entsprechende Verordnung des Bundes liegt zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch noch nicht vor.

In der Umsetzung dieser Schnelltests setzt der Landkreis Fulda aufgrund seiner ländlichen Struktur auf eine dezentrale Lösung. Der Landkreis hat dazu bereits mit den Hilfs- und Rettungsorganisationen sowie den Apotheken Kontakt aufgenommen, um an möglichst vielen Orten die Möglichkeit einer Testung zu schaffen. Darüber hinaus wird auch das Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung in Fulda Schnelltests durchführen. Der Landkreis Fulda bittet um Verständnis, dass die Testungen nicht direkt zu Wochenbeginn überall und ausreichend durchgeführt werden können. Die Kooperationspartner verfügen derzeit noch nicht alle über ausreichend Schnelltests, und eine Reihe von organisatorischen Fragen sind von Bund und Land noch zu regeln.

Weitere Öffnungsschritte

Im Hinblick auf die Öffnungen in der kommenden Woche begrüßt es der Landkreis Fulda, dass sich die Lockerungen auf die landesweite Inzidenz und nicht auf die Inzidenzen in den jeweiligen Landkreisen stützen, sodass es hessenweit einheitliche Regelungen geben wird.

„Wir wollen alles tun, um den Handel und die Gastronomie im Landkreis Fulda weiter ins Laufen zu bringen. Der Bund und die Länder haben am Mittwoch verabredet, eine einheitliche App zur Kontaktnachverfolgung in Gastronomie, Handel und bei Veranstaltungen auszuwählen und kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Das begrüßen wir ausdrücklich“, betonen Landrat Bernd Woide und Frederik Schmitt. Beispiele wie die Luca-App zeigen, dass durch ein solches System weiteres Potential für eine schnellere und effektivere Nachverfolgung besteht, wenn digital und präzise Zeit, Ort und Erreichbarkeit der Kontaktpersonen dokumentiert und im Falle eines Infektionsgeschehens unmittelbar elektronisch ans Gesundheitsamt übermittelt werden. Entscheidend dabei ist, dass es eine Standardanwendung gibt, die von allen genutzt wird.

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