"Sonntag der Weltmission": Priester aus Burkina Faso zu Gast im Bistum Fulda

Gruppenbild (von links): Pressesprecher Christof Ohnesorge, Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke, Abbe Alexis Ouedraogo, missio-Referent Steffen Jahn

Eines der ärmsten Länder der Welt steht am kommenden Sonntag im Mittelpunkt

Fulda -Das Bistum Fulda ruft für Sonntag, 22. Oktober, gemeinsam mit dem katholischen Hilfswerk "missio" zur Teilnahme an der weltweit größten katholischen Solidaritätsaktion auf. Dann wird in über 100 Ländern die Kollekte zum "Sonntag der Weltmission" gehalten, die für die Arbeit der 1.100 ärmsten Diözesen in Afrika, Asien und Ozeanien bestimmt ist. 2016 sammelte das Bistum Fulda für diese Kollekte 137.924 Euro, die weltweit rund 87 Millionen Euro erbrachte.

Abbe Alexis Ouedraogo war zu Gast im Referat Weltkirche des Bistums Fulda und berichtete in den vergangenen Tagen über sein Projekt in dem diesjährigen Beispielland Burkina Faso. Der 38jährige Priester leitet einen Radiosender mit dem er, rund um die Stadt Kaya, täglich etwa 100.000 Menschen erreicht. „Wir wollen in unserem Radiosender denen eine Stimme geben, die keine Stimme haben,“ sagt Alexis. „Das sind in den ländlichen Regionen oft die Frauen und Mädchen.“

In seinen Sendungen thematisiert er gesellschaftliche Fragen wie Zwangsehen und Genitalverstümmelung. Mit seinem zehnköpfigen Team versucht er bei begleitenden Veranstaltungen und Diskussionsrunden die Bevölkerung vor Ort aufzuklären. Vor allem für Mädchen und Frauen ist der Alltag in Burkina Faso hart. Sie stehen im Mittelpunkt des diesjährigen "Sonntags der Weltmission".

Mit ihren zahlreichen Projekten setzt die katholische Kirche in Burkina Faso auf langfristige Entwicklung, damit die Menschen eine echte Zukunftsperspektive haben. „Du führst mich hinaus ins Weite“ lautet deshalb das biblische Leitwort des "Sonntags der Weltmission". 

 Burkina Faso ist auch eines der ärmsten Länder der Welt. Ein Großteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Klimaveränderungen und Dürreperioden treffen besonders die in der Sahelzone liegenden Landesteile hart. Bleibt der Regen aus, müssen die Menschen hungern. Mangels alternativer Einkommensquellen versuchen viele ihr Glück bei der Goldsuche.

Der "Sonntag der Weltmission" wird jedes Jahr weltweit im Oktober begangen und ist die größte Solidaritätsaktion der katholischen Kirche weltweit. Durch Spenden und Kollekten unterstützt man die ärmsten Diözesen in Afrika, Asien und Ozeanien.

 Alle Materialien und Filme im Internet: www.missio-hilft.de/wms Spendenkonto missio Aachen Pax-Bank eG, IBAN DE23 3706 0193 0000 1221 22 BIC GENODED1PAX

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