God bless You!

Von H.-P. EHRENSBERGERZweifelsohne ein historischer Tag: 150 Jahre nach dem (offiziellen) Ende der Sklaverei ist erstmals in der Geschichte der

Von H.-P. EHRENSBERGER

Zweifelsohne ein historischer Tag: 150 Jahre nach dem (offiziellen) Ende der Sklaverei ist erstmals in der Geschichte der Vereinigten Staaten ein Afro-Amerikaner Prsident des (nach wie vor) mchtigsten Landes dieser Erde. Zwei Millionen Menschen waren vergangenen Dienstag live vor Ort in Washington und Milliarden an den Fernsehschirmen dabei, als Barack Obama auf den Stufen des Kapitols seinen Amtseid ablegte mit den Hnden auf einer Bibel von Abraham Lincoln. Somit zieht also ein Schwarzer in das Weie Haus ein, in dem bisher allenfalls Dienstboten und Kchenpersonal mit dieser Hautfarbe regierten. Momente mit Symbol-Charakter, aber auch vielen Show- und Schau-Elementen im Vorfeld. Ob nun die Zugfahrt auf geschichtstrchtiger Route, die doppelte Vereidigungszeremonie, das Rahmen-Programm und die unzhlige Tanzblle-Besuche mit First-Model Michelle vieles wirkte in Hollywood-Manier regelrecht inszeniert fr Obama-Superstar.

Ab sofort wird der Heilsbringer jedoch nicht mehr an seinen Worten und Gesten, von nun an wird er an seinen Taten gemessen. Und da erwartet die ganze Welt nahezu Unmenschliches vom neuen Messias, das er unmglich schaffen kann, schon gar nicht in einer und auch nicht in mglichen zwei Amtsperioden: Die US-Armee erhobenen Hauptes raus aus dem Irak und Afghanistan fhren, Kampf gegen den internationalen Terrorismus, Frieden im (Un-)Heiligen und soziale Gerechtigkeit im eigenen Land, Bewltigung der globalen Wirtschaftskrise, Ausshnung mit der moslemischen und Dritten Welt um nur die dringendsten Probleme zu nennen. Doch da gibt es die Falken in der eigenen Regierungspartei, die Opposition im Lande, die mchtige Rstungs- und Erdl-Lobby und das noch einflussreichere Kapital. Da gibt es die gesetzlose Mafia, den rassistischen Geheimbund Ku-Klux-Klan, die auerhalb jeglicher Legalitt operierenden zahllosen Geheimdienste des In- und Auslandes. Man wagt kaum eine Parallele zu John F. Kennedy zu ziehen, der seinerzeit gleichfalls als junger, dymnamischer, als weier Hoffnungstrger galt...

I have a dream, um mit den Worten Martin Luther Kings oder Obmas Worten selbst zu sprechen: Yes we can. Die Botschaften hr ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Gleichwohl: Viel Glck, Mr. President. God bless you. Wir alle hoffen, dass durch Sie unsere Welt (zumindest ein Stckchen) besser wird!

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