Blindes Vertrauen

VONSAMANTHA SCHWABTann. Der Himmel ist dunstig. Die Temperaturen sind angenehm. Trotz leichten Nieselregens ist die Stimmung in der

VONSAMANTHA SCHWAB

Tann.Der Himmel ist dunstig. Die Temperaturen sind angenehm. Trotz leichten Nieselregens ist die Stimmung in der 18-kpfigen Wandergruppe bestens. Alle freuen sich auf eine nicht alltgliche, abwechselungsreiche rund acht Kilometer lange Tour um den Habelberg bei Tann. Fr die Angestellten des Diakoniezentrums Tann ist dieser Ausflug ein willkommener Ausgleich zum Arbeitsalltag.

Dr. Eberhard Orf begrt die Mitarbeiter und erklrt kurz und przise das Konzept. Die Tanner Diakonie wird von drei Sulen" getragen, die mageblich das Verhalten der Bediensteten beeinflussen; Vertrauen, Klarheit sowie Verantwortung. Besonders auf diese drei Kriterien seien die pflegebedrftigen Bewohner angewiesen. Deshalb sei es das Ziel des Ausflugs, den Sinn fr diese Eigenschaften, die angesichts der tglichen Routine oft verloren zu gehen drohen, zu schrfen.

Orf fhrt durch vier Stationen rund um den Tanner Hausberg: Zuerst erreicht die Gruppe den Zauberwald", ein Waldstck mit verschiedenen Stationen, wo jeweils ein Teilnehmer einer Zweiergruppe mit verbundenen Augen Hindernisse wie Baumstmpfe und Wurzeln bewltigen muss. Der andere Partner darf nur Anweisungen geben und nicht eingreifen. Alle meistern diese bung schnell. Die Feedbackrunde" macht klar: Wer erfolgreich sein will, muss dem Partner blind" vertrauen knnen. Klare, ruhige Aussagen sind ntig. Genau diese Eigenschaften sind wieder auf die Diakoniebewohner zu bertragen. Als sich der Nebel ein wenig gelichtet hat, ist die Station Weitblick" erreicht. Ein herrlicher Blick bis ins thringische Geisa belohnt die flotten Wanderer. Am Waldrand liegen verschiedene Materialien bereit, um das neue Leitbild Vertrauen, Klarheit und Verantwortung" bildlich darzustellen. Hierbei kommt es auf die Ideen an, bei denen sich Aussprache und Zuhren die Waage halten. Entscheidungen im Team zu treffen, ist gefragt - keine Alleingnge. Aus Bambus, Kork und Bast formen die Mitglieder der Wandergruppe einen Drachen, dessen Leine die Verantwortung, Flughhe den Weitblick und die kreuzfrmigen Streben des Drachens das Diakoniesymbol darstellen.

Gegen Mittag kochen alle gemeinsam an einem Teich, was die Gemeinschaft strken soll. Nach einer Pause geht es weiter zu der vierten Station, dem Spinnennetz". Nach dem Motto erst besinnen, dann beginnen" mussten die Teilnehmer versuchen, ohne das Seil zu berhren durch das Netz auf die andere Seite zu gelangen. Als weiteren Schwierigkeitsfaktor durfte durch jedes Feld nur eine Person, deshalb war wiederum das Planen im Team gefragt. Die leichtesten Personen mussten zuerst durch hochgelegene ffnungen auf die andere Seite gehoben werden. Je weiter diese bung fortgeschritten war, desto begeisterter und motivierter waren die Teilnehmer. Durch den Applaus habt ihr euch gegenseitig motiviert. Dieses Lob fehlt oft an der Arbeit", bemerkte Orf.

Die letzte bung war die so genannte Brcke", bei der die Angestellten der Diakonie ber einen umgestrtzten Baum die Ulster berqueren mussten. Hierbei war das Seil zur Untersttzung auch nur eine reine Kopfsache". In Wahrheit hat das Zurufen und Applaudieren derjenigen, die schon auf der anderen Seite waren, den meisten Ansporn gegeben. Ziel war, das Selbstvertrauen zu strken und sich sicher zu fhlen.

Am Ende der Veranstaltung waren alle in der Gruppe einstimmig dafr, einen Ausflug dieser Art zu wiederholen.

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