Blindgänger

ber den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, alle ngste, alle Sorgen, bleiben darunter verborgen." So tr

ber den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, alle ngste, alle Sorgen, bleiben darunter verborgen." So trllerte einst Schlagerbarde und Hobbypilot Reinhard Mey sein Fliegerlied, dessen Wahrheitsgehalt" man ganz aktuell, zumindest im ersten Teil, stark in Frage stellen muss. Sptestens seit der islndische Vulkan mit dem fr hiesige Zungen unaussprechlichen Namen Eyjafjallajkull Asche und weltweit gestrandete Flugpassagiere Gift und Galle spucken.

Vor allem aber muss man einmal mehr ber die Entscheidungen unserer politisch Verantwortlichen den Kopf schtteln und Asche ber deren Haupt streuen. Besonders inkompetente Spuren an einem strahlend blauen Himmel ohne Kondenzstreifen hinterlie in diesen Tagen mit urbayerischer Biergemtlichkeit Peter Ramsauer. Unser (nicht von allen) geschtzter Bundesverkehrsminister verfgte mit brokratischer Behrdengenauigkeit auf der Basis von Pi mal Daumen" sogleich einen totalen Flugstopp - und Super-Flop. Rien ne va plus"! Tagelang ging gar nix mehr am Himmel und auf dem Boden in Nord-, Mittel- und Teilen Sdeuropas - mit bis dato nie dagewesenen finanziellen Auswirkungen auf Reiseveranstalter, Fluglinien, Flughafenbetreiber und die heimische Wirtschaft. Und was fllt Krisenmanager" Peter Ramsauer dazu ein? Auer jaaaaaaa, aber ", hmmmmh, nein" und hhh, vielleicht" mussten die weltweit Gestandeten sinngem den mehr oder weniger sinnvollen Satz schlucken: Ich wrde mich unter solchen Vorzeichen selbst nie ein Flugzeug setzen."

Derweil (nach gut einer Woche chaotischer Computersimulationen!) steigt der erste Forschungsflieger auf, damit nach der Landung Wissenschaftler Sensationelles verknden drfen: Es ist Asche in der Atmosphre. Ach nee! Die weiteren Aktionen und Reaktionen legt man grozgig in die Hand von Airlines, welche die Verantwortung prompt an die Piloten weiterschieben. Die wrden sich eigentlich gerne verweigern, knnen aber vor einem eigentlich geplanten, richtigen" Streik die Arbeit nicht schon vorher niederlegen. Unterdessen zocken Hotelbetreiber, Autovermieter, Taxifahrer, Eisenbahn- und Fhrunternehmen frustriert festsitzende Fluggste schamlos ab. Das einzig Trstliche daran, auch wenn das die Betroffenen anders bewerten drften: Die Natur hat dem mobilen Menschen in einem immobilen Umfeld voller Blindgnger schonungslos die Grenzen aufgezeigt. Das muss ab und an schon mal sein und wirkt irgendwie doch auch beruhigend. Oder?

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