218 Mal Blut gespendet: Helmut Schneider aus Engelhelms

72 Jahre alter Routinier hört (vorerst) auf

Künzell - Bis kurz vor dem 73. Geburtstag darf Blut gespendet werden, zwischen zwei Spenden müssen exakt 56 spendenfreie Tage liegen. Helmut Schneider aus Künzell-Engelhelms hat seit 1979 keinen Termin ausgelassen. Am Donnerstag hat der 72-Jährige das 218. und eigentlich letzte Mal gespendet – denkt aber bereits über eine Verlängerung nach.

Bei jeder Blutspende werden 500 Milliliter der kostbaren Flüssigkeit abgenommen, die für Blutprodukte von Vollblutkonserven bis zum Erythrozytenkonzentrat verwendet werden: "Bei einer Bekannten wurde in den 1970er-Jahren Leukämie festgestellt und ich wollte unbedingt helfen. So kam ich zum Blutspenden. Irgendwann wird das zur Gewohnheit, man denkt kaum noch drüber nach: Zwei Monate sind vorbei, es kann wieder Blut gespendet werden. Auf diese Art und Weise habe ich insgesamt 109 Liter Blut gespendet. Es ist schön, anderen Menschen mit so einer einfachen Sache helfen zu können", erklärt Schneider, der am Donnerstag im Bürgerhaus von Lütter zum Blutspendetermin des DRK-Ortsvereins Eichenzell erschienen ist.

Nicht nur die Abläufe rund ums Spenden sind dem Routinier vertraut, auch Ärzte und Ehrenamtliche kennt Schneider persönlich. Am 2. September 2020 steht der 73. Geburtstag an – dann müsste der passionierte Sportler eigentlich aufhören. "Wenn man sich überlegt, dass ich früher panische Angst vor Spritzen hatte – aber inzwischen ist das reiner Automatismus: ein kleiner Piks und schon kann das Blut anderen Menschen helfen. Deswegen habe ich darüber nachgedacht, zu verlängern: Wenn man sich vor jeder Blutspende einer ärztlichen Untersuchung unterzieht, kann man auch nach Vollendung des 72. Lebensjahres weiter Blutspender bleiben. Allein schon, weil es auch junge Menschen motiviert, zu spenden – wenn ich das kann, können die das schon lange!"

Blutspende-Termine des DRK im Landkreis Fulda: www.blutspende.de/blutspendetermine/landkreis/fulda-06631.

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