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Ana Bolika trifft Do Ping

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Von HANS-PETER EHRENSBERGERDabei sein ist alles, so lautete einst ein hehres Motto der olympischen Idee, mit dem frhere (Amateur-)

Von HANS-PETER EHRENSBERGER

Dabei sein ist alles, so lautete einst ein hehres Motto der olympischen Idee, mit dem frhere (Amateur-) Sportler ausdrcken wollten, dass Siegen nicht unbedingt das allein Glckseligmachende sein muss. Heute heit es: Schneller, hher, weiter!

Doch glauben Sie daran, dass es unter solchen Vorzeichen im heutigen Sport noch sauber und ehrlich zugehen kann? Ich schon lange nicht mehr! Jeden Tag purzeln irgendwo auf diesem Globus in irgendeiner Sportart die Weltrekorde. In erster Linie dann, wenn sich die Protagonisten sicher whnen, durch das nach wie vor lchrige Netz der Doping-Kontrolleure schlpfen zu knnen. Wenn sie wissen, dass sie ber Mittelchen und Manipulationsmglichkeiten verfgen, die kein Labor herausfinden oder kein auch noch so (Spritzen-)findiger Fahnder nachweisen kann. Der gar nicht sportliche, im Gegenteil absolut verwerfliche Wettkampf zwischen zwei ungleichen Parteien erinnert in gewisser Weise an das berhmte Rennen zwischen Hase und Igel: Immer wenn der eine ankam, war der andere schon lngst da, das heit: Ihm mit Siebenmeilenstiefeln schon wieder weit vorausgeeilt.

Gleichwohl vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo ein Snder enttarnt wird. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs, auch wenn sich die Liste der Erwischten mittlerweile wie das Who is Who der internationalen Sportszene liest. Angefangen von den Sndern des staatlich verordneten Kollektiv-Dopings im frheren Osten ber die (nicht wirklich) wenigen, dafr um so spektakulrer enttarnten westlichen Einzelflle. Das Kunstmuskelpaket Ben Johnson lsst schn (schlecht) gren. Und wenn man an die jngere Geschichte der Tour de France denkt (manche nennen sie schon Tour de Farce oder Tour de Doping), dann braucht man nur den Blick nach Pilgerzell zu Patrik Sinkewitz wenden.

Doch das Schlimmste steht uns noch bevor. In gut zwei Wochen findet Olympia im Reich der Mittel statt. Und ist auch nur ein Bruchteil dessen wahr, was ARD-Redakteure ber perfides Kinder- und gesundheitsgefhrdendes Gendoping in den kommunistischen Kader- und Medaillenschmieden des Gastgeberlandes enthllten, dann kann man als Fernsehzuschauer, der den Glauben an einen sauberen Sport schon lange verloren hat, eigentlich nur eine logische Konsequenz ziehen: Jetzt ist endlich Schluss mit diesem Popanz. Meine Glotze bleibt bei dieser sportlichen Schmierenkomdie schwarz. Sollen Ana Bolika doch laufen und Do Ping schwimmen, vor wem sie wollen. Fr mich nicht!

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