Boris Rhein soll Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzender werden

Freude bei Volker Bouffier (rechts) und Boris Rhein über die einhellige Empfehlung der  hessischen CDU-Spitzen am Freitag in Fulda
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Freude bei Volker Bouffier (rechts) und Boris Rhein über die einhellige Empfehlung der hessischen CDU-Spitzen am Freitag in Fulda

Was bereits seit Tagen in der Öffentlichkeit kursierte, ist am Freitagnachmittag in Fulda von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bestätigt worden: Sein Nachfolger sowohl als Regierungschef als auch als CDU-Landesvorsitzender soll der amtierende Landtagspräsident Boris Rhein werden.

Fulda Wie am Vormittag bereits aktuell berichtet, hatte Bouffier während des traditionellen „Künzeller Treffens“ der hessischen CDU-Spitzengremien (das diesmal Pandemie bedingt im Fuldaer Kongresszentrum „Esperanto“ stattfindet) angekündigt, sich am 31. Mai als Ministerpräsident zurückzuziehen. Der 70-Jährige betonte ergänzend am Nachmittag vor der Presse, dass die Parteispitzen sich eiinstimmig seinem Vorschlag angeschlossen hätten, den 50-jährigen Rhein mit seiner Nachfolge zu betrauen.

Denn Bouffier sagte, dass er am 1. Juli bei einem Parteitag der hessischen CDU auch nicht mehr für das Amt des CDU-Landesvorsitzenden antreten werde, und auch hier solle ihm Rhein nachfolgen. „Beide Ämter in Personalunion zu besetzen, das hat sich bewährt“. Der Ministerpräsident und CDU-Vorsitzende freute sich über die einstimmige Empfehlung der Parteispitzen; dies beweise einmal mehr die Geschlossenheit der Hessen-CDU.

Rhein selbst kündigte an, die Partei zu einer „Bürger- und Mitmachpartei“ formen zu wollen. Die hessische CDU müsse jünger, bunter und weiblicher werden. Auch er sprach von einem „Signal der Geschlossenheit“ und von einer Staffelübergabe. Die einstimmige Empfehlung sei zugleich eine gute Ausgangslage für die Landtagswahlen 2023: „Die Partei brennt darauf, diese Wahl zu gewinnen“, so der 50-Jährige.

Rhein war zwischen 2014 und 2019 hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst, davor vier Jahre lang Innenminister. 2011 hatte der amtierende Landtagspräsident versucht, OB von Frankfurt zu werden, scheiterte in der Stichwahl aber an SPD-Mann Peter Feldmann. Als weitere mögliche Nachfolgekandidaten Bouffiers waren im Vorfeld Innenminister Peter Beuth, Finanzminister Michael Boddenberg, Kultusminister Alexander Lorz (alle CDU) und CDU-Fraktionsvorsitzende Ines Claus genannt worden.

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