Brennende Hochsitze: Jagdverein Hünfeld setzt Belohnung aus

Zerstörter Hochsitz bei Rudolphshan.

Unbekannte richten Sachschaden im hohen vierstelligen Bereich an

Hünfeld - Am Pfingstmontag, 5. Juni, wurden durch Unbekannte im Bereich Hünfeld und Burghaun mehrere Hochsitze in Brand gesetzt. Die Taten ereigneten sich im Laufe des Nachmittags und den frühen Abendstunden. In den Gemarkungen der Ortsteile Nüst, Rudolphshan, Hartmannshöhe und Rothenkirchen entstand dadurch ein Sachschaden im hohen vierstelligen Bereich.

Patrick Figge, Erster Vorsitzender des J"agdvereins Diana Hünfeld", betont, dass hier ausnahmslos Ansitzeinrichtungen zerstört wurden, die zur Vermeidung von Wildschäden durch Wildschweine der angrenzenden Felder und Wiesen aufgebaut wurden. Ein Hochsitz erlaube es dem Jäger, an bestimmten Stellen im Revier in guter Deckung das Wild über längere Zeit zu beobachten, zu bestimmen und wenn alle Voraussetzungen gegeben sind, auch zu erlegen.

Insbesondere diene ein Hochsitz auch dazu, die Sicherheit bei der Schussabgabe wesentlich zu erhöhen. Der Schuss von oben in Richtung des für den Jäger sichtbaren, natürlichen Bodens stelle die größtmögliche Sicherheit dar, den sogenannten Kugelfang. Ein weiterer, wichtiger Aspektsei die bauliche Stabilität – für die Jagenden selber, aber auch für andere Personen, die einen Hochsitz besteigen –, auch wenn dies grundsätzlich nicht erlaubt sei.

Nicht nur die mutwillige Zerstörung der Ansitzeinrichtungen, die mit nicht unerheblichem Aufwand errichtet wurden, sorge für Unmut, sondern auch, wie skrupellos die Täter, billigend eine Gefährdung der Feuerwehrangehörigen bei den Löscharbeiten in Kauf genommen haben.

In allen Fällen wurden bereits Ermittlungsverfahren eingeleitet. Darüber hinaus hat sich der "Jagdverein Diana Hünfeld" dazu entschlossen, eine Belohnung von 1.000 Euro für sachdienliche Hinweise auszuloben, die zur Ergreifung der Täter führen.

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