Auf 224 Seiten ein Stück Fuldaer Wirtschaftsgeschichte

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Exklusive Präsentation des Buches "Wertverleihend handeln" - Theo und Wolfgang Gutberlet und die Geschichte von "Tegut"  

Fulda - Es war ein exklusiver Kreis, der sich am Sonntagabend im Fuldaer "Morgensternhaus" versammelt hatte. Der Grund: Die Präsentation des Buches "Wertverleihend handeln" - Theo und Wolfgang Gutberlet und die Geschichte von  Tegut".

In elf Kapiteln zeichnet der Autor Dr. Mathias R. Schmidt auf 224 Seiten die Entwicklung des bekannten Fuldaer Unternehmens "Tegut" nach – gründlich recherchiert und mit über 160 Abbildungen üppig illustriert (Gestaltung: Bärbel Busch). Die Redner, allen voran der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch, würdigten das Werk als ein gewichtiges Stück Fuldaer Wirtschaftsgeschichte, informativ und spannend zu lesen. Der Titel geht übrigens auf ein abgewandeltes Zitat von Goethe zurück.

1947 eröffnete der mit einer schweren Verletzung aus dem Krieg heimgekehrte Theo Gutberlet in Fulda sein erstes Lebensmittelgeschäft. Zu Beginn des neuen Jahrtausends hatte "Tegut" dann bereits über 300 Filialen in mehreren Bundesländern. Motoren dieser  Dynamik waren zwei starke Unternehmerpersönlichkeiten mit Tatkraft, Visionen und ausgeprägtem Durchhaltevermögen. Firmengründer Theo Gutberlet und 1973 bis 2009 sein Sohn Wolfgang Gutberlet hatten den Mut neue Wege zu gehen. "Von der computergestützten Warenwirtschaft bis zur Einführung von Bio-Produkten, war ,Tegut' in der Lebensmittelbranche Vorreiter und Wegbereiter", wie Autor Schmidt sagte. Vieles von dem, was heute selbstverständlich sei – ob Scannerkasse oder Papiertragetasche – habe entscheidende Impulse aus Fulda erhalten.

Das Werk, erschienen im "W-E-G-Verlag" und "Parzellers Buchverlag" und ab sofort im Buchhandel erhältlich, lässt die spannende Entwicklung des Fuldaer Familienunternehmens in chronologischer Abfolge lebendig werden. Vom ersten kleinen Lädchen in der Fuldaer Innenstadt bis zur Eröffnung der "HA-WE-GE"-Discountmärkte in den frühen 60er-Jahren. Von den ersten Versuchen mit der EDV in den 70ern über die Einführung der Bio-Schiene in den 80er-Jahren und die Ausweitung nach Thüringen in den frühen 90ern bis hin zur Vereinigung der Marken "HA-WE-GE" und "Okay" zu "Tegut" Mitte der 90er-Jahre. Das Buch endet mit der Übergabe des Unternehmens durch Wolfgang Gutberlet an seinen ältesten Sohn Thomas Gutberlet im Jahre 2009.

Bei seiner Arbeit stützte sich  Schmidt auf rund 100 Stunden Interviews mit Wolfgang Gutberlet, zahlreiche Gespräche mit Weggefährten besonders mit Gretel Germeshausen sowie das "Tegut"-Archiv.

Nach sehr persönlichen Worten von Helmut Sorg, der besonders auch Wolfgang Gutberlets soziales Engagement würdigte, übergab dieser Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld ein von Oswald Pejas gezeichnetes Porträt von Theo Gutberlet. 

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