"Tag des Ehrenamts": Auszeichnungen auch für Osthessen

Minister Grüttner

Hessens Sozialminister zeichnet Brigitte Pongs aus Tann und den Verein "Gemeinsam Leben - Gemeinsam lernen" aus Großenlüder aus

Tann/Großenlüder - An acht Gruppen und acht Einzelpersonen hat Sozial- und Integrationsminister Stefan Grüttner am Dienstag – dem "Internationalen Tag des Ehrenamts" –  im Biebricher Schloss in Wiesbaden die Landesauszeichnungen für soziales Bürgerengagement vergeben. Zwei der Auszeichnungen gingen nach Osthessen.

"Sie alle tragen mit Ihrem Engagement dazu bei, dass unsere Welt freundlicher, unsere Gesellschaft sozialer und toleranter wird“, lobte der Minister die Preisträger. Er betonte: „Eine demokratische Gesellschaft hat ohne bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement keinen Zusammenhalt und keinen Bestand. Wenn Menschen ihre Zeit und ihre Energie einem Ehrenamt widmen, ist dies ein Geschenk nicht nur für Einzelne oder einzelne Bevölkerungsgruppen, sondern für die gesamte Gesellschaft, für uns Alle. Als solches muss es gewertet und hochgeschätzt werden.“

Folgende Osthessen wurden geehrt:

Brigitte Pongs aus Tann hat die ehrenamtliche Arbeit in Tann ins Leben gerufen, um die hier untergebrachten Flüchtlinge willkommen zu heißen, Perspektiven zu entwickeln, Hilfestellungen im Alltag zu leisten, weitere Ehrenamtliche zu akquirieren. Sie gibt Deutschunterricht, betreut die Flüchtlingsfamilien, organisiert Bastelnachmittage für Frauen und hilft bei der Verkehrserziehung. Pongs zeichnet sich durch ihre Fürsorge, ihren Ideenreichtum und ihr couragiertes Wesen aus, mit dem sie die geflüchteten Menschen positiv zu fordern versteht.

Im "Verein Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen" aus Großenlüder schlossen sich Eltern von Kindern mit Behinderung, Erzieherinnen und Erzieher sowie Therapeutinnen und Therapeuten wie auch weitere interessierte Menschen zusammen, um für Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen ein gemeinsames Leben und Lernen zu ermöglichen. Seit September 2001 hat der Verein die Trägerschaft des familienunterstützenden Dienstes für die Stadt und den Landkreis Fulda übernommen. Hier werden Menschen mit Beeinträchtigung ambulant im häuslichen Umfeld von ehrenamtlichen Betreuern unterstützt. Dadurch bekommen pflegende Angehörige für einige Stunden in der Woche Zeit zur Erholung, zur Pflege eigener sozialer Kontakte oder zur Erledigung privater Angelegenheiten. Ziel der häuslichen Betreuung ist es, dass der Verbleib des Menschen mit Behinderung oder Pflegebedürftigkeit in seinem häuslichen Umfeld auch auf längere Sicht sichergestellt ist. 

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