Bürgermeister fordern Aussetzung

Verschlechterung der Versorgung im lndlichen Raum befrchtet / Strkung des LandarztesFulda. Die Entscheidung ber die Zentralisi

Verschlechterung der Versorgung im lndlichen Raum befrchtet / Strkung des Landarztes

Fulda. Die Entscheidung ber die Zentralisierung des rztlichen Notdienstes im Landkreis Fulda ab Oktober dieses Jahres sollte nach Meinung von Brgermeistern aus dem Landkreis Fulda zunchst ausgesetzt werden. Wie Brgermeister Marcus Schafft im Anschluss an ein Gesprch im Kreisgesundheitsamt mitteilte, drfe es nicht zu einer Verschlechterung der Versorgung der Patienten vor allem im lndlichen Raum kommen.

Auf Initiative des Hofbieberer Brgermeisters hatten sich seine Amtskollegen Hubert Blum aus Hilders, Manfred Helfrich aus Poppenhausen, Berthold Krbel aus Rasdorf, Hermann-Josef Scheich von der Marktgemeinde Eiterfeld und Thomas Schreiner von der Gemeinde Ehrenberg sowie Vertreter der Stadt Hnfeld sowie dem Kreisgeschftsfhrer des DRK Hnfeld, Hans-Herbert Knittel, zu einem Arbeitsgesprch bei Stefan Kortm, dem Leiter des Kreisgesundheitsamtes und Gefahrenabwehrzentrums, getroffen, um die Folgen dieser beabsichtigten Neuregelung zu errtern.

Das von der kassenrztlichen Vereinigung mit niedergelassenen rzten im Landkreis Fulda vorgeschlagene Konzept sieht ab Oktober eine Konzentration des gesamten rztlichen Notdienstes an Wochenenden und zu Nachtzeiten in Fulda vor. Lediglich bettlgerige Patienten sollen noch ber Hintergrunddienste und Hausbesuche versorgt werden. Bereits in der vergangenen Woche hatte Hnfelds Brgermeister Dr. Eberhard Fennel ein berdenken dieser Plne gefordert, weil diese weit reichende Konsequenzen fr die flchendeckende rztliche Versorgung in lndlichen Rumen haben kann.

Es sei vllig unverstndlich, betont Schafft in seiner Presseerklrung, dass die Kassenrztliche Vereinigung nicht im Vorfeld dieser weit reichenden Entscheidung das Gesprch mit allen Beteiligten gesucht habe. Deshalb appelliert der Hofbieberer Brgermeister an die niedergelassene rzteschaft und die Kassenrztliche Vereinigung, in dieser Frage noch einmal das Gesprch zu erffnen, um gemeinsam nach Mglichkeiten fr eine Verbesserung der Versorgungsqualitt zu suchen.

Diese Fragestellung sei besonders im Hinblick auf den demografischen Wandel von hoher Bedeutung. Die zunehmende Zahl lterer Menschen auch in lndlichen Regionen sei dringend auf eine ortsnahe Versorgung angewiesen. Interessant ist aus Sicht von Schafft in diesem Zusammenhang, dass es offenbar in Flieden und Neuhof noch mglich sei, den Notdienst dezentral zu erhalten, was jetzt im brigen Landkreis zentralisiert werden solle.

Schafft sieht diese Entwicklung auch im Zusammenhang mit dem schleichenden Prozess der Aufgabe von Landarztpraxen zugunsten so genannter medizinischer Versorgungszentren. Damit werde die Versorgungsqualitt im lndlichen Raum weiter ausgednnt. Eine Zentralisierung des Notdienstes leiste dieser Entwicklung Vorschub. Deshalb gehe der Appell an die Politik, dafr zu sorgen, dass die Rahmenbedingungen wieder so gestaltet wrden, dass Landarztpraxen wieder attraktiv fr junge rzte wrden, um sich niederzulassen. Hier sei schnelles Handeln geboten. Wenn die Praxen erst einmal abgezogen seien, sei diese Entwicklung unumkehrbar.

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