Bürgermeisterwahl Hünfeld mit einem Kandidaten

Benjamin Tschesnok

Benjamin Tschesnok geht für die CDU ins Rennen um die Nachfolge von Stefan Schwenk

Hünfeld - Am 3. November ist in Hünfeld Bürgermeisterwahl – mit nur einem Kandidaten: Der 35 Jahre alte Benjamin Tschesnok tritt für die CDU an, um Nachfolger von Stefan Schwenk zu werden, der Ende Juli überraschend erklärt hatte, sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl zu stellen. Am vergangenen Montagabend endete um 18 Uhr die Bewerbungsfrist.

Am Sonntag, 3. November, sind dann die Bürger der rund 16.000 Einwohner zählenden Konrad-Zuse-Stadt zur Wahl aufgerufen. Jurist Tschesnok ist im Stadtteil Mackenzell aufgewachsen, war dort Gründungsvorsitzender der Jungen Union (JU), später JU-Kreisvorsitzender. Der Familienvater gehört dem CDU-Kreisverbandsvorstand als stellvertretender Vorsitzender an und führt den CDU-Stadtverband Hünfeld.

Zwischenruf von "Fulda aktuell"-Redaktionsleiter Bertram Lenz

Der 3. November dürfte eine recht eintönige Angelegenheit werden. An diesem Tag wählen die Hünfelder zwar ihren neuen Bürgermeister, doch da außer Benjamin Tschesnok kein weiterer Name auf dem Stimmzettel auftaucht, dürfte nur noch von Interesse sein, wie hoch die Wahlbeteiligung ist. Und vielleicht noch die Frage, ob das Ergebnis des 35-jährigen CDU-Mannes mit einer Acht oder einer Neun beginnt.

Es ist sehr schade, dass es den anderen im Stadtparlament vertretenen Fraktionen nicht gelungen ist, sich entweder auf einen gemeinsamen Kandidaten zu verständigen oder jeweils selbst einen Bewerber ins Rennen zu schicken.

Dabei hatte es bei früheren Bürgermeisterwahlen in der Konrad-Zuse-Stadt eigentlich immer die Möglichkeit der Auswahl gegeben. 2013 hatte sich Noch-Amtsinhaber Stefan Schwenk (CDU) mit Roland Koch aus Mecklar messen müssen, der für die CWE angetreten war. Und sechs Jahre zuvor hatte es sogar drei Kandidaten gegeben: Dr. Eberhard Fennel (CDU) sah sich Günter Wolf von der Hünfelder Liste (HüLi)und Susanne Albers aus Dieburg gegenüber, die von der CWE ins Rennen geschickt worden war. Fennel konnte damals 51,15 Prozent für sich verbuchen, Wolf gelang mit 37,69 Prozent mehr als nur ein Achtungserfolg.

Natürlich kann man den anderen Parteien zugute halten, von der Entscheidung Schwenks auf dem falschen Fuß erwischt worden zu sein, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antreten zu wollen. Und natürlich ist die Zeit zu kurz gewesen, innerhalb der vorgegebenen Frist einen Kandidaten zu finden. Und dennoch: Wer nichts wagt, der auch nichts gewinnt. Und seien es – nur – Pluspunkte im Bewusstsein der Bürger gewesen, die am 3. November einen etwas längeren Stimmzettel vorgefunden hätten. Zudem hätte ein zwar kurzer, gleichsam knackiger Wahlkampf, auch seinen Reiz gehabt.

Denn von Tschesnok weiß man auch nicht unbedingt mehr als das, was der Stadtverbandschef der CDU an seinem Nominierungsabend gesagt hatte: Er wolle weiterhin den Weg der wirtschaftlichen Vernunft beschreiten und die Erfolgsgeschichte der Stadt fortschreiben. So oder so, die Fußstapfen sind groß, in die er treten wird.

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