Bundesgesundheitsminister Spahn stellte sich Fragen von Pflegepersonal in Neuhof

Gesundheitsminister Jens Spahn in Neuhof.
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Im Wahlkampf kam Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach Neuhof ins Seniorenpflegeheim Mutter Teresa.

Neuhof - Im Seniorenpflegeheim "Mutter Teresa" in Neuhof wohnen 88 Menschen, sechs kommen täglich in die Kurzzeitpflege. Insgesamt 130 Mitarbeiter kümmern sich darum, dass die Betreuung reibungslos funktioniert. "Ein Großteil der Mitarbeiter ist allerdings nur in Teilzeit beschäftigt", sagte Einrichtungsleiter Wigbert Wahl.

Dass das Thema Pflege in Deutschland einen hohen Stellenwert besitzt und die Probleme eher drängender werden, erfuhr Gesundheitsminister Jens Spahn von der CDU am Montagmittag bei seinem Besuch in Neuhof. Dort stellte er sich nach einem kurzen Rundgang Fragen des Pflegepersonals.

Bereits auf dem Weg wurde er angesprochen, dass es nicht genug Zeit gebe, um sich eingehender mit den Bewohnern zu beschäftigen. "Es ist schrecklich, wenn eine alte Dame von schlimmen Erinnerungen erzählt und weint, man aber nicht die nötige Zeit hat, sich mit ihr zu beschäftigen", sagte eine Mitarbeiterin. Man müsse "mehr Zeit für jeden Menschen" haben.

Spahn erkundigte sich bei Wahl nach dem Betreuungsschlüssel im "Mutter Teresa". Dieser räumte ein, dass derzeit ein Stellenüberschuss bestünde. "Es ist dennoch sehr schwer, Pflegekräfte zu bekommen", so Wahl.

"Das Pflegekräftestärkungsgesetz wird nicht alle Problem lösen", sagte Spahn in seiner kurzen Ansprache im Versammlungsraum des Seniorenpflegeheimes. Es sei der Wille der Bundesregierung, die Ausbildung zu stärken und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. "Pflegeberufe sind die am wenigsten planbaren Berufe in Deutschland", so der Minister. Er setze sich dafür ein, dass die Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals besser werden sollten. "In den kommenden Jahren werden einige zigtausend Pflegekräfte benötigt", sagte er. "Der Pflegeberuf hat Zukunft." Er selbst könne jedoch nicht nachempfinden, wie es jeden Tag auf Station sei.

Ein Mitglied des Seniorenheim-Beirates fragte Spahn nach den steigenden Kosten der Unterbringung, die aber mit nicht steigenden Zuschüssen aus der Pflegekasse in Einklang zu bringen seien. Spahn sagte, dass die steigenden Kosten für Personal verantwortlich seien, dass die Kosten in der Pflege stetig stiegen. "Hier wird sehr gute Arbeit gemacht und da sollten die Leute auch besser bezahlt werden", meinte ein Bewohner des Seniorenpflegeheimes. "Man muss die Balance zwischen Pflegekräften und den Kosten für die Altenpflege schaffen", so Spahn.

Eine in der Hauswirtschaft angestellte Mitarbeiterin bemängelte, dass sie in ihrer Steuerklasse auch von höheren Löhnen nicht mehr im Geldbeutel habe. "Die Regel ist, dass beide Ehepartner die Steuerklasse 4 haben. So bleibe mehr Netto übrig, so Spahn.

"Sie sitzen am längeren Hebel", rief der Minister den Pflegekräften zu. "Ohne Pflegekräfte geht nichts", sagte er. Altenpfleger seien kaum gewerkschaftlich organisiert.  "Ich möchte Sie ermuntern, sich zu organisieren", sagte er zu den Zuhörern.

Der Frage, ob bei den psychischen und physischen Belastungen des Pflegeberufes eine frühere Verrentung in Betracht komme, erteilte Spahn eine Abfuhr: "Ich halte nichts von Ausnahmen für einzelne Berufe", so Spahn. Auch die Idee, die soziale Betreuung in der Altenpflege zu einem Ausbildungsberuf zu machen, gefiel Spahn nicht: "Ich halte nichts davon, in diesem Teil der Pflege die Anforderungen erhöhen", so Spahn. Derzeit arbeiteten 60.000 Menschen in der sozialen Betreuung. "Ich nehme diese Idee aber mit", versprach er.

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