Bundespolizisten halten bahnreisende Fußballfans in Schach

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Hünfeld/Paderborn. Einsatzkräfte eskortierten "Problemfans" von Paderborn nach Berlin.

Hünfeld. Statt bei strahlend blauem Himmel seinen Garten winterfest zu machen, mit der Familie die Sonnenstrahlen genießen oder in einem Cafe zu sitzen – der Alltag bei der Bundesbereitschaftspolizei sieht anders aus. Die Beamten der Hünfelder Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaft hatten an diesem Samstag in Hünfeld Bereitschaft als Eingreifkräfte für mobile Einsatzlagen im Zusammenhang mit bahnreisenden Fußballfans.

Nach den Einsatzvorbereitungen und der Einsatzanmeldung um 11 Uhr waren die Hubschrauber der Bundespolizeifliegerstaffel Fuldatal bereits im Landeanflug auf die Haunestadt. Gegen 12 Uhr kam die Vorinformation der Direktion Bundesbereitschaftspolizei in Fuldatal über eine mögliche Rückbegleitung von Union Berlin Anhängern von Paderborn in Richtung Berlin. Diese hatten schon in der Anreise fußballtypische Straftaten wie Beleidigungen, Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz begangen und man befürchtete weitere Straftaten, wenn diese so genannten Problemfans die Heimreise unbegleitet antreten würden.

Kurz darauf kam die Weisung, Einsatzbereitschaft herstellen und Kontakt zur einsatzführenden Dienststelle aufzunehmen. Unmittelbar danach begann der Lufttransport nach Paderborn. Vom Landeplatz erfolgte um 14.30 Uhr der Weitertransport direkt zum Hauptbahnhof. Nach der Verbindungsaufnahme und Absprache mit den dort eingesetzten Kräften der Bundespolizei bereitete man sich gemeinsam auf das Eintreffen der "Union Fans" vor.

Nach einer Stunde erreichten 235 Fans geschlossen den Bahnhof Paderborn und wurden von den Eingreifkräften zunächst bis nach Hannover begleitet. Auch der Umstieg der Berliner in Hannover in den Zug über Stendal nach Berlin verlief dank der Präsenz der Bundespolizisten problemlos.

In Stendal erfolgte nach Ablösung durch Kräfte der Bundespolizeiabteilung Bad Düben die Entlassung der Hünfelder aus dem Einsatz. Am Bahnhof wartete schon ein Großraumbus der Hünfelder Abteilung und der knapp fünfstündige Rückmarsch in die Haunestadt konnte beginnen.

Nach neunstündigem Tragen der Körperschutzausstattung schmerzte den Hünfelder Eingreifkräften zwar der Rücken, allerdings konnten sie sich nun auf den bevorstehenden freien Sonntag mit ihren Familien freuen.

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