Bundesverdienstkreuz für Fuldaer Unternehmerin

Seit vielen Jahren engagiert sich die Unternehmerin Monika Hauß-Schmid sozial und wurde nun dafür ausgezeichnet.

Fulda - Eine „starke Fuldaer Persönlichkeit und ein Vorbild, das viel inspiriert“ ist in der vergangenen Woche im Marmorsaal des Stadtschlosses mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (Verdienstorden) ausgezeichnet worden: die seit vielen Jahren ehrenamtlich und sozial engagierte Unternehmerin Monika Hauß-Schmid. Im Namen von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier würdigte Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld die Verdienste der neuen Ordensträgerin.

„Zum ersten Mal in meiner fünfjährigen Amtszeit als Oberbürgermeister darf ich eine Frau mit dem Bundesverdienstkreuz auszeichnen“, betonte Wingenfeld bei der Begrüßung. Leider könne der Empfang zur Verleihung angesichts der Corona-Pandemie nur im kleinen Rahmen stattfinden, bedauerte der OB, dennoch komme die Ehrung von Herzen. „Das Besondere an Ihrer Persönlichkeit ist Ihre Vielseitigkeit – als Unternehmerin, als Familienmanagerin und als vielfältig sozial und ehrenamtlich Engagierte“, so Wingenfeld, der zugleich daran erinnerte, dass schon der Vater der Geehrten, der Unternehmer und Kommunalpolitiker Werner Schmid, 1971 das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten habe. „Sie setzen dieses familiäre Vorbild in eindrucksvoller Weise fort.“

Monika Hauß-Schmid wurde 1949 in Fulda geboren, nach dem Studium an der Technischen Hochschule Karlsruhe und dem Abschluss als Diplom-Betriebswirtin übernahm sie schon mit 25 Jahren im Familienunternehmen, der „Werner Schmid GmbH“ in Fulda, Verantwortung, schon bald als Prokuristin und Mitglied der Geschäftsführung. Auch nach der Geburt der beiden Söhne 1981 und 1984 blieb sie in der Verantwortung. Der frühe Tod ihres Ehemannes Wolf-Dieter Hauß war ein Schicksalsschlag, der die Familie weiter zusammenschweißte. Von 2007 bis zum Eintritt in den Ruhestand 2015 führte Monika Hauß-Schmid das Unternehmen als alleinige Geschäftsführerin. „Auch die Übergabe des Staffelstabs an die nächste Generation ist Ihnen hervorragend gelungen“, lobte der OB, „Familienunterneh-men wie das Ihrige bilden das Fundament unserer sozialen Marktwirtschaft“.

Ausschlaggebend für die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz war natürlich das umfangreiche ehrenamtliche Engagement der Geehrten. Kennzeichnend auch hier sei die „zupackende Art, die Dinge höchstpersönlich in die Hand zu nehmen“ erläuterte der Oberbürgermeister.

Innerhalb der „IHK Fulda“ war sie Gründungsmitglied und Motor des Fördervereins „Netzwerk Schulen“, Mitglied des „DIHK-Mittelstandsausschusses“, von 2014 bis 2019 Vizepräsidentin der „IHK Fulda“. Besonderes Engagement zeigte sie bei der Nachvermittlungsaktion der „Agentur für Arbeit“ und der „IHK Fulda“ mit dem Ziel, junge Menschen an Arbeitsplätze zu vermitteln. Die Verdienste um die „IHK Fulda“ und den „Arbeitgeberverband Osthessen“ würdigte der amtierende „IHK“-Präsident Dr. Christan Gebhardt, der von einer „Familienunternehmerin, wie sie im Buche steht“ sprach. Soziale Verantwortung bewies Hauß-Schmid auch bei ihrem langjährigen Engagement für „antonius Netzwerk Mensch“ sowie als Gründungsmitglied der „Perspektiva“.

In seiner Funktion als „Antonius“-Geschäftsführer sowie als „Perspektiva“-Beiratsvorsitzender würdigte Rainer Sippel das ungewöhnliche Engagement der Geehrten für benachteiligte Jugendliche. „Sie haben ihren hohen wirtschaftlichen Sachverstand in soziale Projekte eingebracht“, sagte Sippel. Hauß-Schmid habe mit ihrer persönlichen Glaubwürdigkeit stets um weitere Unterstützer geworben und sich gleichzeitig höchstpersönlich eingesetzt, etwa beim Kompetenztraining und bei der Nachhilfe für junge Geflüchtete oder bei Kursleitung im Lego-Bauen für benachteiligte Jugendliche zum Erlernen von Hand-Auge Koordination.

„Das Lego-Bauen und die jungen Leute fehlen mir im Moment schon sehr, weil die Kurse wegen Corona nicht stattfinden können“, gestand die Ordensträgerin in ihrer Dankesrede. Ihr besonderes Dankeschön galt neben den Rednern des Empfangs ihren ehemaligen Prokuristen, ihren Freundinnen und natürlich der Familie, insbesondere ihren beiden Söhnen, welche die Ehrung angestoßen hatten.

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