Bunt und tolerant: Ausstellung gegen Rechtsextremismus eröffnet

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Am gestrigen Montag wurde die Ausstellung Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen  eröffnet.

Fulda - „Rechtsextremismus ist ganz real“, sagte Simon Schüler von der „Friedrich-Ebert-Stiftung“ bei der Ausstellungseröffnung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“. Er war es, der diese Ausstellung nach Fulda gebracht hat: „Weil der Rechtsextremismus weit in die Gesellschaft rein reicht.“ Die Ausstellung greife verschiedene Punkte auf, um über das Thema aufzuklären.

Mit 16 Aufstellern zu verschiedenen Punkten zum Thema wie beispielsweise „Rechtsextremes Weltbild“, „Erlebniswelt Rechtsextremismus“ und „Frauen in der rechten Szene“ werden die Besucher aufgeklärt. Aber auch das Thema Demokratie ist Teil der Ausstellung. „Die richtige Aufklärung zum Thema Rechtsextremismus ist sehr wichtig“, sagte Philipp Ebert von „Fulda stellt sich quer“. Diese wichtige Aufklärung sei in seiner Schulzeit nicht ausreichend gewesen. „Einige meiner Mitschüler gehören heute der AfD an oder haben sich noch rechteren Gruppierungen angeschlossen“, so Ebert. Auch die hessische Landtagsabgeordnete Sabine Waschke freute sich über die Ausstellung. „Für mich gehört die AfD noch mit dazu“, bemerkte sie. Rechtsextremismus sei ein wichtiges Thema, auch in Fulda gebe es ein Problem.

Die Ausstellung ist bis zum 18. Mai an drei Schulen zu sehen:

• 30. April bis 4. Mai Biebertalschule

• 7. bis 11. Mai Rabanus-Maurus-Schule

•14. bis 18. Mai Richard-Müller-Schule

„Wir freuen uns, dass sich die Schulen für diese Ausstellung interessieren“, so Martin Uebelacker von „Fulda stellt sich quer“. Mit der neuen Kampagne „Ich bin Fulda – weltoffen, bunt und tolerant“ möchte der Verein für ein offenes Weltbild werben „gegen Rechtsextremismus“. Der Politikwissenschaftler Manuel Glittenberg erläuterte in einem Vortrag die Hintergründe des Rechtsextremismuses und der Ausstellung. „Der Rechtsextremismus hat eine Modernisierung durchlebt“, so Glittenberg. Rechtsextreme Gruppierungen definieren sich laut Glittenberg nicht mehr nur durch stumpfe Parolen, sondern auch durch soziales Engagement, wie zum Beispiel Hausaufgabenhilfe für Kinder bestimmter Personengruppen.

Alle weiteren Informationen gibt es unter www.fes.de/hessen .

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