1. lokalo24
  2. Lokales
  3. Fulda

Pax Christi für atomare Abrüstung

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Bad Vilbel/Fulda. Aus Anla des 63. Jahrestags des Abwurfs der ersten atomaren Bomben auf die japanischen Stdte Hiroshima und Nagasaki hab

Bad Vilbel/Fulda. Aus Anla des 63. Jahrestags des Abwurfs der ersten atomaren Bomben auf die japanischen Stdte Hiroshima und Nagasaki haben Pax-Christi-Prsident Bischof Heinz Josef Algermissen und der Geschftsfhrende Vorstand der deutschen Sektion der katholischen Friedensbewegung die Abschaffung atomarer Waffensysteme gefordert. Die groe Zahl der Opfer gerade unter der zivilen Bevlkerung sei eine bleibende Mahnung und Warnung vor der Herstellung, der Weitergabe und dem Einsatz atomarer Waffen und von Massenvernichtungswaffen allgemein, heit es in einer am Mittwoch verbreiteten Erklrung. Es komme in der gegenwrtigen Situation darauf an, die Logik nuklearer Abschreckung zu berwinden und mit allen Staaten eine ernsthafte weltweite nukleare Abrstung zu beginnen.

Die deutsche Auen- und Sicherheitspolitik msse laut Pax Christi darauf verzichten, sich an der Bereithaltung von atomaren Waffen zu beteiligen, und die Nato-Verbndeten drngen, die noch vorhandenen Arsenale aus der Bundesrepublik zu entfernen. Dies sei auch Voraussetzung fr die atomare Abrstung innerhalb der EU. Die NATO bentige eine neue, nicht-nukleare Perspektive anstelle des Geistes und der Logik atomarer Abschreckung. International bietet die fr 2010 geplante berprfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrages die Chance, einen entscheidenden Schritt zur weltweiten atomaren Abrstung zu tun, der alle Atommchte einbezieht, zeigt sich der Pax-Christi-Vorstand berzeugt. Nur mit einer Vereinbarung ber die Abschaffung aller Atomwaffen knne den Risiken einer unkontrollierten Weitergabe von Atomwaffen und terroristischen Nutzung nuklearen Materials entgegengetreten werden.Auch von der Katholischen Kirche erwartet die Friedensbewegung eine grundstzliche und eindeutige chtung der Atomwaffen. In ihren friedensethischen Schriften htten die katholischen Bischfe zwar die Anwendung von Massenvernichtungswaffen abgelehnt, aber in der atomaren Abschreckung einen Beitrag zur Kriegsverhtung gesehen und deshalb Atomwaffen trotz ihrer Risiken fr noch tolerierbar gehalten. Dies sei zwar in der jngsten Verlautbarung der Kommission Justitia et Pax kritisch berprft, aber keineswegs berwunden worden. Aus der Sicht einer im Evangelium selbst begrndeten vorrangigen Option fr Gewaltfreiheit mu die Deutsche Bischofskonferenz jeder Drohung mit Massenvernichtungswaffen eine klare und endgltige Absage erteilen, so Pax Christi.

Auch interessant

Kommentare