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Klare Forderungen an die Politik: Konjunkturprogramm auflegen

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Christoffer Müller vom "bankett sinnreich" aus Fulda zu den Coronafolgen für Gastronomie und Hotellerie

Fulda - „In dieser Situation ist in ganz besonderem Maße die Politik gefordert“, betont Christoffer Müller gegenüber „Fulda aktuell“. Denn wenn der Zustand andauere, dass sowohl Gastronomie als auch Hotellerie noch eine Zeitlang nicht für ihre Gäste öffnen dürften, dann dürften viele Betriebe auf der Strecke bleiben.

Müller ist Betriebsleiter des „bankett sinnreich“ im Fuldaer „Morgensternhaus“ und einer der Köpfe des „Genussfestivals“ in Fulda. Er beziffert die Umsatzeinbußen aufgrund der Einschränkungen durch die Coronakrise auf rund 100 Prozent. Unter anderem, weil angemeldete Tagungen abgesagt und Veranstaltungen storniert worden seien.

„Da muss es einfach einen finanziellen Ausgleich geben“, fordert Müller. Das Vorhaben der Großen Koalition, die Mehrwertsteuer in der Gastronomie ab dem 1. Juli befristet bis zum 30. Juni 2021 auf sieben Prozent zu senken, sei zwar ein Signal in die richtige Richtung und ein erster Ansatz, „aber letztendlich auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, der nur ein bisschen weiterhilft “.

Hier sei in erster Linie weiter die Politik in der Pflicht, ein Konjunkturprogramm für die betroffenen Betriebe aufzulegen – „so wie es beispielsweise mit Unternehmen der Großindustrie gemacht wird“. Müller: „Die politisch Verantwortlichen müssen hier einen klaren Weg und klare Kante zeigen“.

Schlimm sei die gegenwärtige Situation auch deshalb, weil niemand so recht sagen könne, wann es endlich wieder los gehe. Und weil die Definition, was unter Großveranstaltungen zu verstehen sei, schon recht schwammig formuliert sei.

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