Christoph Jestädt pflanzt eine Musterstreuobstwiese mit 120 Bäumen

Musterstreuobstwiese  in Niederrode.
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Musterstreuobstwiese  in Niederrode.

Neues Projekt eines Fuldaer Jungunternehmers.

Fulda Der Fuldaer Jungunternehmer Christoph Jestädt aus Niederrode holte 2020 beim „Hessischen Gründerpreis“ in Kassel Silber. Seit 2019 widmet sich Jestädt neben der biologischen Landwirtschaft auch der Vermarktung von regionalen und nachhaltigen Lebensmitteln wie Säften, Wein, Nudeln oder Brotaufstrichen. Zuletzt wurde er von der „hessischen Landesvertretung“ nach Berlin zum „Martini-Markt“ eingeladen. „Die ‚hessische Landesvertretung‘ wollte dieses Jahr ihren Fokus besonders auf junge Unternehmen mit neuen Ideen legen. Deshalb wurde ich eingeladen und konnte leckere Produkte von der Beerenobstgemeinschaft wie Johannisfeuer und Glüh-Gin, aber auch die Streuobstprodukte meiner Marke ‚Wiesenkiez‘ präsentieren.

Es war unter Einhaltung der Corona-Regeln ein wirklich schönes Event mit tollen Begegnungen mit Berlinern und Gästen aus aller Welt, die uns ein hervorragendes Feedback zu unseren regionalen Spezialitäten gegeben haben. Wir konnten die Vertreter der ‚Hessischen Landesregierung‘ so sehr von unserem nachhaltigen Konzept und unseren Produkten überzeugen, dass zukünftig in Berlin Fuldaer Schorlen als Genussbotschafter der Region vertreten sind und wir im nächsten Jahr typische Rhöner Apfelbäume im Garten der Landesvertretung pflanzen können“, berichtet Jestädt.

Jungunternehmer Christoph Jestädt auf der Streuobstwiese in Niederrode.

Außerdem plant der 31-Jährige bereits etwas neues vor den Toren Fuldas in Niederrode: „An diesem Wochenende wollen wir unsere über 200 Jahre alte Streuobstwiese am ‚Hannheinehof‘ um 120 Bäume erweitern. Es soll eine Musterstreuobstwiese entstehen, die eine möglichst große Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen schafft“, so Jestädt.

Gepflanzt werden deshalb nur alte und aus der Region stammende Apfelsorten. Darüber hinaus wird rings um die Wiese ein 700 Meter breiter Heckenstreifen angelegt. „Zusätzlich wollen wir Wege aufzeigen, wie wir diesen einzigartigen Lebensraum für die Herausforderungen des Klimawandels fit machen können. Deshalb wird nach und nach noch eine Bewässerungsanlage installiert, die Regenwasser von versiegelten Flächen auffängt“, so Jestädt.

Die Wiese soll aber nicht nur ein einzigartiger Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt werden, sondern auch Menschen sollen dort der Natur und einander begegnen können. Geplant sind daher auch Bildungsangebote für Kindergärten und Schulklassen, kostenlose Schnittkurse und Kulturevents wie das Filmfestival ‚Wiesenflimmern‘, das bereits zweimal auf dieser Wiese stattgefunden hat.

Ein erster Schritt für die geplanten Bildungsangebote ist die Pflanzung selbst. Georg Leinweber von der „Baumschule Leinweber“ wird die Pflanzung anleiten und die Arbeitsschritte erklären.

„Hierzu sind alle Interessierten herzlich am 20. November bis 16 Uhr auf die Wiese eingeladen. Wer mithelfen möchte kann gerne Spaten oder Schaufel mitbringen und sich tatkräftig an der Pflanzung für dieses neue Biotop beteiligen. Für heiße und kalte Getränke gegen eine freiwillige Spende ist gesorgt“, so der Jungunternehmer.

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