Pro und Contra: Gute Vorsätze im neuen Jahr

Antonia Schmidt und Philipp Ling disktuieren über gute Vorsätze für das neue Jahr.

Pro: Realistische Vorsätze wählen

Ich rauche nicht, trinke – seit der Beendigung meiner Studienzeit – nicht mehr so viel Alkohol und auch mit meiner Figur bin ich einigermaßen zufrieden. Als Frau würde ich doch nie zugeben, keine Problemzonen zu haben :-D. Jedoch habe ich mir für das Jahr 2017 einige Dinge vorgenommen, die ich auch versuchen werde, einzuhalten. Da wäre zum Einem mehr Sport. Früher habe ich ziemlich häufig Sport getrieben. Zu meinen besten Zeiten waren es drei- bis viermal in der Woche. Heute liege ich doch lieber auf der Couch, das soll sich jetzt wieder ändern. Der schöne Schneefall erleichtert mir mein Vorhaben. Heute werde ich endlich wieder Snowboarden gehen. Ich freue mich jetzt schon auf den Schnee und natürlich die schöne Aussicht, die man von der Piste aus hat. Aber auch nach dem Winter soll es mit Sport weitergehen. Auch ich habe vor mal ein Fitnessstudio auszuprobieren. Gemeinsam mit einer Freundin, die schon seit einer gefühlten Ewigkeit mit vollem Elan bei der Sache ist, möchte ich meinem Körper auch mal wieder etwas Schwitzen gönnen :-D. Mein zweiter Vorsatz gehört eher weniger zu den klassischen Vorsätzen. Ich möchte mehr Reisen, meine Freunde in anderen Städten besuchen und eine schöne Zeit mit ihnen verbringen. Fernab vom Alltag, rein ins Abenteuer. Zu Weihnachten habe ich einer Freundin, die jetzt in Hamburg lebt, versprochen sie bald zu besuchen. Dieser Vorsatz sollte doch einzuhalten sein. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Einhalten Ihrer Vorsätze.

Contra: Vergebliche Mühe

Mit dem Rauchen aufhören, gesünder essen und mehr Sport treiben: Gute Vorsätze sind im neuen Jahr schnell gefasst – und werden meistens ebenso schnell wieder fallen gelassen. Und das liegt nicht nur daran, dass sich nun einmal eine Sucht nicht einfach mit gutem Willen allein bekämpfen lässt oder der Weihnachtsspeck längst wieder abtrainiert und das schlechte Gewissen darüber verflogen ist, wenn die neuerliche Fitnessbegeisterung schließlich wieder einschläft. Auch Psychologen bestätigen, dass der Mensch für solche radikalen Änderungen des Verhaltens schlecht gerüstet ist. Der altbekannte "Innere Schweinehund" ist keinesfalls ein mystisches Fabelwesen, sondern Teil unserer einstmals tierischen Natur. Heute Verzicht zu üben, um in der Zukunft belohnt zu werden, fällt dem tier in uns schwer. "Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach" ist das Dilemma, an dem die guten Vorsätze zu Neujahr scheitern. Dementsprechend werden sie mittlerweile zumeist schon in dem Bewusstein gefasst, dass in wenigen Wochen  ohnehin wieder alles so sein wird wie bisher – so beugt man immerhin der sich abzeichnenden Frustration über die eigene Willensschwäche vor.Mal ehrlich, das kann man dann auch gleich von vornherein sein lassen. Es gibt schließlich genug kleine Dinge, mit denen man sein Leben an jedem Tag im Jahr ein bisschen verbessern kann, anstatt alles auf einmal umkrempeln zu wollen, nur weil ein Jahreswechsel stattgefunden hat.

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