Pro & contra: Rauchverbot im eigenen Auto?

+

Rauchen im Auto soll zukünftig verboten sein, wenn Kindern anwesend sind - Christopher Göbel und Sabine Grebe sind sich uneinig, ob das sinnvoll ist.

Sanktionen für Unbelehrbare müssen sein

Wer raucht, ist selbst schuld. Aber Kinder, die bei rauchenden Erwachsenen leben, sind eben nicht selbst schuld daran, dass sie den Qualm einatmen müssen. Vor allem im Auto, also auf engstem Raum, verpesten rauchende Eltern den kompletten Innenraum mit nur wenigen Zügen am Glimmstängel. Und die Kleinen auf dem Rücksitz bekommen die volle Ladung Passivrauchen ab – mit allen gesundheitsschädlichen Folgen, die das Rauchen erwiesenermaßen anrichtet. Ich bin dafür, dass die Unbelehrbaren per Gesetz dazu gezwungen werden, das Qualmen im Auto einzustellen, so lange Kinder mit an Bord sind. Denn es wird immer noch diejenigen geben, die sich einen – Verzeihuung – Dreck darum scheren, ob so etwas ihrem Nachwuchs schadet. Es kann nicht sein, dass diese Risiken weiterhin geduldet werden, weil die Eltern ihrer Sucht auch während einer Autofahrt nachgehen "müssen”. Primäre Gefahren wie Drogen am Steuer sind bereits unter Strafe gestellt. Denn auch da kommen Kinder zu Schaden, wenn alkoholisierte oder anderweitig zugedröhnte Erwachsene Unfälle bauen. Doch die Spätfolgen des Passivrauchens werden biher nicht sanktioniert. Dafür wird es höchste Zeit! Wer wissentlich und willentlich die Gesundheit der eigenen (und anderer mitfahrender Kinder) aufs Spiel setzt, hat es nicht anders verdient, als dafür bestraft zu werden. Das ist kein EIngriff in die Privatsphäre, sondern eine Sicherheitsmaßnahme, die ebenso wie das bereits geltende Handyverbot mit Punkten und Geldbußen geahndet werden muss. Für das Wohl unserer Kinder!

Kein Erfolgsmodell

Dass Rauchen nicht nur der eigenen Gesundheit schadet, sondern auch der der Passivraucher, ist allgemein bekannt.Braucht man desahlb wirklich ein Gesetz, welches vorschreibt, dass im Auto nicht mehr geraucht werden darf, wenn Minderjährige anwesend sind? Ich denke nicht. Statt alle Dinge vorzuschreiben, sollte man an den gesunden Menschenverstand eines Erwachsene appellieren, dem klar sein sollte, dass in Anwesenheit eines Kindes die Zigarette aus bleiben muss. Und was ist mit der eigenen Wohnung? Wenn der eine Teil der Privatsphäre gesetzlich reglementiert ist, dann müsste konsequenterweise doch auch der andere Teil vorgeschrieben werden. Dies wird vielen zu weit gehen, so wie auch mir. Trotzdem ist die Gesundheit eines Kindes, welches in einer Wohnung oder in einem Haus lebt, in dem geraucht wird, weitaus mehr gefährdet, da es sich dort mit Sicherheit häufiger aufhält als in einem Auto.  Fraglich ist meiner Meinung nach auch, wie dieses neue Gesetz umgesetzt werden soll. Werden nun extra Kontrollen eingeführt, ob im Auto graucht wird, wenn ein Kind anwesend ist ? Welche Bestrafung droht einem Raucher bei einem Verstoß? Ich denke dieses Gesetz wird ein ähnliches "Erfolgsmodell” wie das Handyverbot am Steuer. Ständig sieht man telefonierende Menschen im Auto. Und so wird es mit dem Rauchen auch sein: Wer während der Fahrt bisher nicht auf eine Zigarette verzichten konnte, wird sich auch durch dieses Gesetz nicht davon abhalten lassen, egal ob Kinder im Auto sind oder nicht.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Neue Erkenntnisse der Polizei nach schwerem Unfall auf B 254
Fulda

Neue Erkenntnisse der Polizei nach schwerem Unfall auf B 254

Am Samstagmittag kam es gegen 12.27 Uhr zu einem folgenschweren Unfall auf der B 254 zwischen den Anschlussstellen Großenlüder-Bimbach und Großenlüder-Ost (wir …
Neue Erkenntnisse der Polizei nach schwerem Unfall auf B 254
Aus Marie wird Noah - Im falschen Körper geboren: Ein Jugendlicher erzählt
Fulda

Aus Marie wird Noah - Im falschen Körper geboren: Ein Jugendlicher erzählt

Noah aus Osthessen war bis vor kurzem Marie. Mit 16 Jahren hat sich der Teenager geoutet.
Aus Marie wird Noah - Im falschen Körper geboren: Ein Jugendlicher erzählt

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.