Pro und Contra: Schnee - weiße Pracht oder Übel?

Antonia Schmidt und Christopher Göbel diskutieren über Schnee. Ist er weiße Pracht oder ein Übel?

Pro: Hurra, der Schnee ist da!

Antonia Schmidt


„Es schneit!“, das war in dieser Woche meine erste Reaktion, als ich aus dem Redaktionsfenster sah und die weißen Flocken erblickte. Am liebsten wäre ich gleich hinaus gerannt, um die sehnsüchtig erwarteten Schneeflöckchen gleich persönlich zu begrüßen. Ich liebe Schnee und habe mich schon die ganze Zeit auf die weiße Pracht gefreut.

Für mich bedeutet Schnee, endlich wieder raus in die Natur zu kommen. Lange Spaziergänge mit dem Hund und natürlich Snowboarden. Letzteres mache ich eher, weil ich die Aussicht so gerne genieße.

Der sportliche Aspekt ist bei mir hintenan gestellt. Ich freue mich jetzt schon auf die Schneewanderung mit den Hunden. Dieses Wochenende ist bereits soweit. Wir packen das Auto und dann geht es ab in die Rhön – den Schnee genießen. Die Wettervorhersage meint es gut mit uns – hoffen wir mal das Beste. Auch meine Hündin liebt Schnee. Da wird sie mit ihren neun Jahren nochmal zum Welpen und saust über die beschneiten Wiesen und Felder. Es ist einfach herrlich. Vor allem hat dann endlich dieses „Matschwetter“ ein Ende.

Schuhe und Pfötchen sind nach dem Gassigang nicht mehr voller Schlamm. Auch wenn der Winter und der Schnee einige Unannehmlichkeiten mit sich bringt, freue ich mich einfach über das herrliche Schauspiel von vereisten Bäumen und zugeschneiten Wiesen. Erst dann kommt bei mir ein weihnachtliches Gefühl auf. Ich hoffe jedes Jahr auf weiße Weihnacht. Vielleicht klappt es ja dieses Jahr. Jetzt heißt es erstmal warme Jacke, Schuhe und Mütze an und raus in die Natur – den Schnee genießen.

Contra: Notwendiges Übel in Herbst und Winter

Mit Bangen verfolge ich den morgendlichen Wetterbericht. „Die Schneefallgrenze liegt bei 800 Metern.“ Das ist okay. Mit fortschreitendem Herbst sinkt diese jedoch beständig. „500 Meter.“ „300 Meter.“ „Bis in tiefe Lagen!“

Christopher Göbel

Spätestens jetzt erfasst mich das Grauen, wenn ich daran denke, dass ich gleich meinen normalerweise gut halbstündigen Weg zur Arbeit antreten muss. Aber an solchen Tagen – vor allem, wenn es zum ersten Mal nach dem Sommer schneit, kann es auch dreimal so lange dauern, bis ich in der Redaktion ankomme.

Denn Schnee ist für mich ein Verkehrshindernis, das in manchen Zeitgenossen die schlechtesten (Fahr-)Eigenschaften hervorbringt. Anscheinend scheint kaum einer einschätzen zu können, wie schnell oder langsam man auf Schnee und Schneematsch fahren sollte.

Da gibt es diejenigen, bei denen ich mich frage, ob sie Stahlsporen auf den Reifen haben, wenn sie an mir vorbeirasen und mir eine gehörige Portion Matsch auf die Windschutzscheibe schießen.

Und dann gibt es diejenigen, die mit Schrittgeschwindigkeit schleichen, obwohl die Räumdienste ihre Arbeit hervorragend bewältigt haben. Überholen geht auch nicht, denn man müsste zentimeterhohe Matschhügel durchpflügen und würde sich und andere gefährden.

Dann sind da noch die, die bei sozialen Netzwerken jedes „erste Schneefoto“ posten, als wäre das ein Wunder. Ich kann gut auf Schnee verzichten, muss es aber als notwendiges Übel in Kauf nehmen, denn schließlich lebe ich in einer Mittelgebirgslandschaft. Einzig und allein einen Tag darf es aus meiner Sicht schneien, damit es drin gemütlich ist: An Heiligabend ab 18 Uhr :-) !

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