Pro und Contra: Tattoos oder keine Tattoos?

Antonia Schmidt und Christopher Göbel diskutieren über das Thema Tattoos.

Antonia Schmidt, Pro: Ausdruck der Persönlichkeit

Schon längst ist das Tragen von Tattoos gesellschaftsfähig geworden. Doch muss ich immer wieder feststellen, dass es noch Menschen gibt, die völlig dagegen sind. Erst in der vergangenen Woche kommentierte einer dieser Menschen auf der „Fulda aktuell-Facebookseite“ das Voting zum schönsten Tattoo in Osthessen. Er fragt, ob wir keine anderen Themen hätten, über die wir schreiben könnten. Haben wir, aber auch das Thema Tattoo finde ich persönlich sehr spannend. Wen es nicht interessiert, der muss diesen Artikel ja nicht lesen. Auch ich wollte mir ein Tattoo stechen lassen, hatte sogar schon einen Termin. Doch dieses Vorhaben wurde durch ein privates Ereignis verschoben. Noch immer bin ich fest entschlossen, diesen Termin nachzuholen. Für mich wird es ein sehr persönliches Motiv werden.

Ich finde es schön, dass Menschen ihren Körper nutzen, um sich selbst zu verwirklichen. Die Frage: „Was machst du denn, wenn deine Haut nicht mehr so straff ist?“, finde ich völlig haltlos. Dann ist sie eben runzelig und bunt. Was macht das für einen Unterschied? Jeder tätowierte Mensch hat einen anderen Grund, sich tätowieren zu lassen. Ich finde nicht jedes Motiv schön, aber so geht es mir auch mit Kleidung und anderen Dingen, bei denen der persönliche Geschmack entscheidet. Tattoos sind Ausdruck der Individualität der Menschen. Und diese sollten von allen Mitmenschen einfach akzeptiert werden. Über meinen Pullover muss ich auch nicht diskutieren.

Christopher Göbel, Contra: Nichts, was sich nicht schnell entfernen lässt

Christopher Göbel

Ich habe keine Tattoos. Und ich bin mir auch recht sicher, dass ich auf absehbare Zeit nicht damit beginnen werde, meinen Körper mit permanenter Dekoration aufzuhübschen. Das liegt aber nicht daran, dass ich Tattoos nicht schön finde. Es gibt sehr schöne Tattoos – wie ich nicht zuletzt bei unserer Suche nach dem schönsten Tattoo Osthessens feststellen durfte. Aber für mich ist das nichts. Ich habe weder Piercings (nicht mal einen Knopf im Ohr) und auch sonst nichts, was bleibend an oder in meinem Körper verankert ist.

 Ich bin der Meinung, dass ich nichts an oder auf mir tragen muss, was ich nicht von einem Moment zum anderen wieder entfernen könnte. Natürlich sind Namen von Kindern etwas, was ich mir vielleicht noch vorstellen könnte. Aber selbst da scheue ich mich noch vor. Vielleicht ändert sich das irgendwann im Laufe meines Lebens. Aber im Moment bin ich noch der Auffassung dass ich das nicht benötige.

Ich weiß, dass das Image von Tätowierungen – oder genauer gesagt, das Image der Träger derselben – sich in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Waren es früher Punks und Rocker, die sich Totenköpfe auf die Brust stechen ließen, sind es heute auch Normalos, die sich ein „Arschgeweih” oder den Namen des oder der Liebsten inklusive Jahrestag stechen lassen.

Ich selbst bewerte tätowierte Menschen nicht aufgrund ihrer Körperbemalung, sondern aufgrund ihrer selbst. Ich brauche jedoch kein Tattoo und werde auch keines tragen. Außerdem mag ich keine Nadeln ;-) !

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