Corona in Schulen: Enge Abstimmung mit Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises

Erläuterung des Vorgehens vor dem Hintergrund der aktuellen Infektionsfälle

Lauterbach - Die Corona-Fallzahlen steigen seit einigen Wochen und auch der Vogelsbergkreis verzeichnet zunehmend mehr Infektionen. In Schulen treten – trotz sorgfältiger Maßnahmen – immer wieder Fälle auf, müssen Schüler, ganze Klassen oder Jahrgangsstufen in häusliche Quarantäne gehen. „Die Schulen sind gut vorbereitet, haben weitreichende Maßnahmen ergriffen, trotzdem ist das Infektionsrisiko nicht komplett zu minimieren“, sagt Gesundheitsdezernent und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak.

Aufgrund der aktuellen Vorkommnisse weist das Gesundheitsamt in einer Pressemitteilung auf das Vorgehen hin. Was ist zu tun? Bei Meldung eines positiven Covid-19 Nachweises bei Personen in der Schule oder bei Personen aus deren persönlichem Umfeld ist das Vorgehen mit dem zuständigen Gesundheitsamt abzustimmen. Bei der Bewertung ist wichtig, inwieweit die Regeln AHA-L (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken, Lüften) eingehalten werden.

„Wir betrachten den Einzelfall – werden die Hygieneempfehlungen des Landes Hessen und des Robert-Koch-Instituts eingehalten, sind die Maßnahmen weniger drastisch“, sagt Dr. Henrik Reygers, kommissarischer Leiter des Gesundheitsamtes. Könne die Einhaltung nicht gewährleistet oder nachvollzogen werden, müsse man entsprechend umfangreichere Maßnahmen ergreifen. Deshalb sei es bei schon bekannten Fällen zu unterschiedlichen Maßnahmen gekommen, erklärt Reygers. Kurz: Halten sich Schüler und Lehrkräfte an die AHA-L-Regen, muss nur die positiv getestete Person (Indexfall) gemeinsam mit den Mitgliedern des Hausstands und den relevanten Kontaktpersonen der Kategorie 1 (enger Kontakt und damit hohe Infektionsgefahr) in Quarantäne.

Die restliche Klasse kann als Kontakt der Kategorie II (geringer Kontakt) eingestuft werden – eine Quarantäne ist nicht nötig. Wird sich nicht an AHA-L-Regeln gehalten, müssen im Zweifel der gesamte Klassenverbund, Eltern und Geschwister sowie Lehrkräfte in häusliche Quarantäne. Geschwisterkinder der Kontaktpersonen der Kategorie 1 unter 12 Jahren, die im selben Haushalt leben, dürfen für die Zeit der Absonderung keine Schule oder Kindertagesstätte besuchen.

„Umsicht und die AHA-L-Regeln helfen zum einen dabei, das Infektionsrisiko zu minimieren, zum anderen können sie Kindern, Lehrkräften, Eltern und Kontaktpersonen der Kategorie 1 die Quarantäne ersparen“, sagt Dr. Mischak.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Wegen Coronavirus keine KiTa-Beiträge im April und Steuer-Stundungen in Fulda

Die Stadt Fulda hat Maßnahmen wegen des Coronavirus auf den Weg gebracht, die Bürger und Gewerbe entlasten.
Wegen Coronavirus keine KiTa-Beiträge im April und Steuer-Stundungen in Fulda

Stadt ebnet Weg für Außengastronomie in der Wintersaison

Magistrat beschließt Anpassung der Sondernutzungssatzung.
Stadt ebnet Weg für Außengastronomie in der Wintersaison

IHK Fulda: Osthessische Konjunktur weiter auf hohem Niveau

IHK Fulda registriert aber schwächer werdende Dynamik / Fachkräftemangel  weiter sehr großes Problem
IHK Fulda: Osthessische Konjunktur weiter auf hohem Niveau

Regine-Hildebrandt-Preis der SPD für "Fulda stellt sich quer"

Auszeichnung soll am 26. April kommenden Jahres überreicht werden
Regine-Hildebrandt-Preis der SPD für "Fulda stellt sich quer"

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.