Corona und Wirtschaft: Stimmen hiesiger Unternehmer zur Virus-Epidemie

Bernd Quell (Globus), Jan-Thorsten Gluth (Mc Donald's), Martin Gremm (Esperanto) und weitere Unternehmer zur Coronakrise.

Handel, Gastronomie und Hotellerie: Wo sind die Folgen des Coronavirus am stärksten zu spüren?

Osthessen - Das Coronavirus ist derzeit das beherrschende Thema. „Fulda aktuell“ sprach mit hiesigen Geschäftsführern und Inhabern darüber, welche Auswirkungen das Virus auf die osthessische Geschäftswelt hat.

Baumarkt

„Aktuell hat das Virus keinen Einfluss auf unsere Kundenfrequenz“, sagt Bernd Quell, Marktleiter im Petersberger „Globus“-Baumarkt. Man habe zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen. „Wir haben für unsere Mitarbeiter zusätzliche Hygienemaßnahmen gesorgt. Auch unsere Kunden können sich direkt im Eingangsbereich die Hände desinfizieren“, so Quell. Für die „Trefferia“ habe man zusätzliches Einigungspersonal eingestellt, dass die Tische nach jedem Besucher reinigt. Auch seien die „Globus“-Mitarbeiter im Moment nicht häufiger krank als üblich.

Systemgastronomie

Jan-Torsten Gluth, Franchise-Nehmer der „Mc Donald‘s“-Filialen in Fulda und Künzell, sagt: „Wir spüren bisher keine Auswirkungen durch das Coronavirus in unseren Restaurants. Wir haben Hygienestandards bei uns, die die von ,Mc Donald‘s‘ vorgegebenen bei weitem übertreffen.“ Auch werde momentan häufiger gereinigt, die Tischen würden öfter kontrolliert und desinfiziert, ebenso wie die sanitären Anlagen. „Wie gesagt, noch merken wir nichts“, so Gluth am Mittwochnachmittag.

Kino

„Wir beobachten die aktuelle Lage engmaschig, um unsere Empfehlungen an unsere Mitglieder kontinuierlich auf die Entwicklung abzustimmen. Dabei orientieren wir uns an den Maßgaben der zuständigen Behörden und Forschungsinstitute. Bisher lag der Schwerpunkt darauf, die empfohlenen Präventivmaßnahmen sorgfältig zu beachten und unsere Mitglieder darauf hinzuweisen, diese Maßnahmen in ihren Kinos aktiv zu unterstützen und umzusetzen“, so Christine Berg, Vorstand „HDF Kino e.V.“, auf Anfrage von „Fulda aktuell“ an das „CineStar Fulda“. „Sollten einzelne Kommunen aufgrund einer lokal unterschiedlich bewerteten Gefahrenlage zu intensivierten Empfehlungen oder Auflagen greifen, empfehlen wir selbstverständlich, diese in den Kinos vor Ort – genauso wie hoffentlich auch an allen anderen öffentlichen Veranstaltungsorten – umzusetzen. Umsatzeinbußen auf Grund des Corona-Virus sind uns aktuell nicht bekannt“, sagt Berg.

Sportartikel-Händler

„Bei unseren Sportartikeln haben wir keine Lieferengpässe aus China und Italien“, sagt Dirk Wingenfeld von „Mack Mountain Sport“. aus Margretenhaun Er ist allerdings nicht sicher, ob Bestellungen, die aktuell getätigt würden, fristgerecht ausgeliefert werden könnten. Über einen Rückgang an Kunden kann sich der Geschäftsmann nicht beklagen. Ein Problem sieht Wingenfeld in der ersten Mallorca.-Reise, die sein Unternehmen in diesem Jahr organisiert. „Noch ist nicht klar, ob alle unsere geplanten Reisen stattfinden werden. Noch fliegen die Fluggesellschaften“, sagt er. Man müsse abwarten, wie es weitergeht. „Unsere Reisen in die Pyrenäen oder nach Menorca finden später im Jahr statt, da stehen die Chancen wohl besser“, meint Wingenfeld. 

Hotellerie

„Wir sind erschrocken, was momentan in unserer Branche passiert. Insbesondere größere Unternehmen, die deutschlandweit vertreten sind und in Fulda zusammen kommen wollten, stornieren ihre Veranstaltungen oder möchten diese verschieben. Kleine regionale Tagungen finden vereinzelt noch statt“, sagt „Esperanto“-Geschäftsführer Martin Gremm auf Anfrage von „Fulda aktuell“. Auch Privatpersonen würden ihre Hotel-Buchungen stornieren oder wählen spätere Buchungszeiträume wählen. „Selbstverständlich haben besondere Hygienemaßnahmen bei uns höchste Priorität. Wir haben eine erhebliche Anzahl an Desinfektionsspender an jeden Ein- und Ausgang zu Restaurants, dem Wellnessbereich, dem Schwimmbad, dem Tagungsbereich und den Zimmer aufgestockt, sodass jeder Gast auch an eine verstärkte Eigenhygiene erinnert wird. Zusätzlich sorgen wir dafür, dass nach jeden Gast sämtliche Flächen, wie Ablagen, Tische und die Rezeption gereinigt werden, um den Gast zusätzlich zu schützen“, so Gremm. Auch die Mitarbeiter würden besonders auf die Hygiene in den Hotels achten.

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