Coronavirus: Zentrale Untersuchungsstelle wird in Fulda eingerichtet

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Niedergelassene Ärzte sollen entlastet werden

Fulda - Fulda wird eine zentrale Untersuchungsstelle für Personen erhalten, die auf eine Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 getestet werden sollen. „Das ist eine sehr gute Nachricht für alle – für die Bevölkerung, die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und die Krankenhäuser“, kommentierte Frederik Schmitt, Vize-Landrat und Gesundheitsdezernent des Landkreises Fulda, diese Entscheidung. 

Schmitt hatte diese Forderung in den vergangenen Tagen mehrfach sowohl im Sozialministerium und als auch schriftlich gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen vorgetragen.

Der Koordinierungsstab des Landkreises hatte in den vergangenen drei Tagen in Fulda bereits eine eigene Einrichtung geplant, eingerichtet und das der KV auch mitgeteilt. Dass diese nun den Entschluss gefasst, in Hessen flächendeckend Untersuchungsstellen zu betreiben, hält Schmitt für den optimalen Weg. 

Das sieht auch der Arzt Ralph Hönscher so. Er ist Hausarzt und im Vorstand des Gesundheitsnetzes Osthessen (GNO): „Es ist gut, dass auf diese Weise die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen entlastet werden. Das nutzt und dient in der Konsequenz allen Patienten. Eine zentrale Stelle wird wertvolle Ressourcen schonen –personelle und die medizinische Schutzausrüstung betreffend.“

Schmitt hält diese Entscheidung in der momentanen Situation für wichtig: „Wir stehen vor der Herausforderung, mit einem neuartigen Virus umzugehen, das in Deutschland bislang mild verläuft, aber sich uns derzeit vermutlich noch nicht auf dem Höhepunkt seiner Ausbreitung präsentiert. Diese Situation eignet sich weder für ein Aufatmen noch für Alarmismus.“ Wichtigstes Ziel sei, die Infektionsgeschwindigkeit zu verlangsamen, um die Gefahr für kranke und immunschwache Mitbürgerinnen und Mitbürger so gut es geht zu minimieren. „Das gilt im Besonderen für alle Kräfte, die im Rettungsdienst, in der Feuerwehr, in Pflegeheimen, Kliniken und Arztpraxen tätig sind – und auf deren Einsatzfähigkeit wir angewiesen sind. Wir müssen jede Chance nutzen, jetzt unsere Krankenhäuser zu entlasten: Herzinfarkte und Schlaganfälle machen keine Pause, und die Grippewelle ist ebenfalls massiv.“

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