Ende September kommt die letzte Spritze

Das Fuldaer Impfzentrum schließt zum 30. September. Es war gestartet worden am 19. Januar
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Das Fuldaer Impfzentrum schließt zum 30. September. Es war gestartet worden am 19. Januar

Bilanz des Impfzentrums im „Esperanto“: Mobile Teams bleiben aktiv.

Fulda Das Land Hessen hat entschieden, die Impfzentren zum 30. September 2021 zu schließen. Das gilt auch für das Impfzentrum Fulda. Seit den ersten mobilen Impfungen am 27. Dezember 2020 sind unter der Regie des Landkreises Fulda 188.019 Impfdosen (Stand 15. September) verimpft worden. „Wir danken allen, die über neun Monate hinweg an diesem guten Ergebnis mitgewirkt haben“, erklären Landrat Bernd Woide und Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt und ergänzen: „Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung über das Personal, die Organisation und die Betreuung waren von Anfang an durchweg positiv.“

Insgesamt sind im Landkreis Fulda mittlerweile 289.963 Impfungen erfolgt, zwei Drittel davon im Impfzentrum und durch mobile Teams. Ein Drittel der Impfungen haben die niedergelassen Ärzte verabreicht. In diesem Zusammenhang sprechen Landrat Woide und Vize-Landrat Schmitt den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten ihren Dank aus: „Wir sind den Teams in den Haus- und Facharztpraxen sehr dankbar. Sie haben engagiert, mit großer Leistungsfähigkeit und wirkungsvoll die Impfkampagne im Landkreis Fulda unterstützt.“

Die aktuellen Impfzahlen entsprechen einer Impfquote von 65,9 Prozent bei den Erstimpfungen. Die Impfquote der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Fulda, die über zwölf Jahre alt sind, beläuft sich bei den Erstimpfungen auf 76,3 Prozent. Diese Zahlen decken sich in etwa mit den entsprechenden Werten in Hessen. Das gilt auch für die Zahl der geimpften 12- bis 17-Jährigen, die im Landkreis Fulda etwa 36 Prozent beträgt.

Kurz nach Weihnachten vergangenen Jahres begannen die Impfungen der vulnerablen Personengruppen in den Alten- und Pflegeheimen durch mobile Teams. Am 19. Januar 2021 eröffnete auch das Impfzentrum im „Kongresszentrum Esperanto“. Angesichts der anfänglichen Knappheit des Impfstoffes begannen die Impfungen mit drei Ärzten und fünf medizinischen Fachangestellten. Die zunächst vergleichsweise kleine Zahl der täglichen Impfungen stieg in den folgenden Wochen deutlich an. Der stärkste Tag war der 11. März, an dem insgesamt 1.656 Impfungen verabreicht wurden. Aktuell werden durchschnittlich jeden Tag rund 330 Personen im Impfzentrum geimpft.

Da in den ersten Wochen die über 80-Jährigen im Impfzentrum Fulda geimpft wurden, hatte der Landkreis Fulda mit den Gemeinden des Kreises das Projekt „Impflotsen“ ins Leben gerufen. Die Gemeinden benannten Personen, die kontaktiert werden konnten, wenn Bürger Hilfe benötigten. Darüber hinaus boten die meisten Gemeinden gerade für immobile Menschen Unterstützung beim Transfer ins Impfzentrum an.

Großer Dank geht auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „Impfzentrum GmbH“, die vom Landkreis Fulda mit dem Betrieb des Impfzentrums beauftragt wurde. Gesellschafter sind das „Klinikum Fulda“, das „Gesundheitsnetz Osthessen“ (GNO) sowie die beiden „DRK“-Kreisverbände Fulda und Hünfeld. Kooperationspartner sind die „Malteser“, „DLRG“ und „THW“.

230 Beschäftigte der GmbH haben seit Eröffnung im Impfzentrum gearbeitet. 180 sind es aktuell. Darüber hinaus waren rund 25 Bedienstete des Landkreises im Impfzentrum für verschiedene Aufgabengebiete tätig. Darunter Frank Reith, Leiter des Fachdienstes Gefahrenabwehr, der seit Januar zusätzlich die Leitung des Impfzentrums innehat, und in dieser Funktion von Matthias Strott (Gefahrenabwehr) unterstützt wird. Weitere Helferinnen und Helferinnen haben sich zudem zur Verfügung gestellt, allein knapp 80 Bundeswehrangehörige sowie fast 110 Personen aus Katastrophenschutzorganisationen. „Ihnen allen gilt unser Dank und unsere Anerkennung“, sagen Landrat Woide und Vize-Landrat Schmitt.

Über das stationäre Angebot des Impfzentrums hinaus hat der Landkreis Fulda unterschiedliche mobile Impfaktionen ins Leben gerufen: Gemeinsam mit der „IHK“ und der „Kreishandwerkerschaft“ wurden in einem Pilotprojekt mehr als 3.000 Beschäftigte aus Betrieben der Kritischen Infrastruktur in ihren Unternehmen geimpft. Als besonders niedrigschwelliges Angebot sind mit der Stadt Fulda und der Stadt Hünfeld mobile Impfungen in Stadtteilzentren initiiert worden, die gute Resonanz erfahren. Aktuell finden Impfungen im schulischen Rahmen statt.

Nach der Schließung des Impfzentrums wird der Landkreis einen Stützpunkt für mobile Teams aufrechterhalten, übergangsweise am „Esperanto“. Der Landkreis wird die mobilen Angebote wie die Stadtteilimpfungen und Impfungen im schulischen Rahmen, gemeinsam mit der Stadt Fulda weiter anbieten sowie vorübergehend Zweitimpfungen vornehmen. Diese ergänzende Funktion ist jedoch befristet. Die Schließung bedeutet auch, dass die COVID-19-Impfung genau wie andere Impfungen als Regelversorgung von den niedergelassenen Ärzten übernommen wird.

Als vorübergehende Ergänzung könnte der Landkreis durch die mobilen Teams beispielsweise in Pflegeeinrichtungen die Bewohner ohne Hausarzt mit Auffrischungsimpfungen versorgen. Dies wird allerdings nicht ohne die Empfehlung der „STIKO“.

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