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Klartext: Debatte #Dorfkinder

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Von: Martina Lewinski

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Die Werbekampagne von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner sorgt für Unmut.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner will das Landleben wieder attraktiver machen und hat die Kampagne „Dorfkinder“ mit Motiven fröhlicher Menschen auf dem Dorf gestartet. Laut Webseite des „Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft“ sollte die Werbeaktion mit Sätzen wie „Dorfkinder bringen neues Leben in alte Mauern“ und dem Hashtag #Dorfkinder Menschen dazu bringen, ihr eigenes Engagement in Dörfern in den sozialen Netzwerken sichtbar zu machen und die Vorzüge des Lebens auf dem Land zu verdeutlichen. Doch statt Freude, löst die Kampagne bei vielen Menschen vor allem Ärger und Frust aus.

Auf Netzwerken wie „Twitter“ lassen sich viele User über das Thema „Leben auf dem Land“ aus. Auch Sven Kindler, Mitglied des „Bündnis 90/ Die Grünen“, äußert sich mit Worten wie: „Was Dorfkinder wollen: Schnelles Internet, einen guten, regelmäßigen ÖPNV, Bus und Bahn, Schulen, wo nicht der Putz von der Decke fällt“.

Unrecht hat er nicht. Die Twitter-Gemeinde zog fast einstimmig hinterher und sprach über fehlende Infrastrukturen und mangelndem Netzausbau. Die Debatte zeigt, dass scheinbar jeder eine Meinung zum Leben auf dem Land zu haben scheint. Einige kommen mit klassischen Klischees um die Ecke, andere wieder rum sprechen aus eigenen Erfahrungen. Ich finde die Idee hinter der Kampagne sinnvoll und notwendig. Auf den ersten Blick blendet Klöckner zwar ernsthafte Probleme des Landlebens aus, eins aber hat sie dennoch geschafft: Die Menschen reden darüber. Manche Kommentare im Netz sind wohl eher überflüssig und tragen nicht zur Problemlösung bei, doch schon lange haben nicht mehr so viele Menschen öffentlich über Möglichkeiten des Landlebens gesprochen. Auch wenn viele der Kampagne mit Sarkasmus begegnen, hat die Landwirtschaftsministerin es dennoch geschafft, eine Debatte zu eröffnen und viele Menschen zu erreichen. Denn das Leben auf dem Land ist für uns alle essenziell. Vielleicht, entstehen so trotz Spott Perspektiven und sinnvolle Entwicklungsansätze für das Leben und die Menschen auf dem Land.

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