„Defizit wird erst später bemerkbar“: Rasdorfs Bürgermeister Hahn zu Corona

Rasdorfs Bürgermeister Jürgen Hahn.

Wie sich die finanzielle Lage während der Coronakrise in Rasdorf gestaltet, fragten wir Bürgermeister Jürgen Hahn.

Rasdorf - Die „Point-Alpha“-Gemeinde Rasdorf ist wie alle Kommunen in vielfältiger Weise von der Corona-Krise betroffen. „Weit mehr sind jedoch unsere Gewerbetreibenden und Gastronomischen Betriebe sowie die Einzelhandelsbetriebe betroffen. Dort stehen Arbeitsplätze und damit auch Existenzen auf dem Spiel“, sagt Bürgermeister Jürgen Hahn.

Durch Auflagen und Hygienevorschriften entstünden für viele Unternehmen Zusatzkosten, um die eigenen Mitarbeiter sowie die Kunden zu schützen. Diese Kosten könnten aber in der Regel nicht an den Verbraucher weitergegeben werden. Sie dienten dazu, die Betriebe überhaupt öffnen zu können und belasten das Betriebsergebnis zusätzlich.

„Nach über sieben Wochen haben wir die Gemeindeverwaltung in dieser Woche wieder für dringend notwendige Angelegenheiten geöffnet. Die Handlungsfähigkeit der Verwaltung haben wir durch Home-Office und notwendige örtliche Präsenz mit Einzelarbeitsplätzen sichergestellt“, so Hahn. Die finanziellen Auswirkungen ließ sich im kommunalen Bereich im Moment noch absolut nicht absehen. „Auch hier hängt es im großen Maße davon ab, wie lange sich die Einschränkungen, Auflagen und Verbote im Zusammenhang mit der Krise hinziehen und welche Auswirkungen das insbesondere auf unsere Unternehmen hat. Wie sicherlich alle Kommunen wird auch Rasdorf das Jahr 2020 mit einem Fehlbetrag im Ergebnishaushalt abschließen. Wie hoch dieser ausfällt bleibt zunächst offen“, sagt der Bürgermeister.

Die Gemeinde werde jedoch in keine Liquiditätsengpässe kommen. „Hier kommt uns unser sehr gutes Haushalten der vergangenen Jahre zu Gute“, ist Hahn sicher. Bisher seien Rasdorf keine Einnahmeverluste entstanden. „das kommt erst in Laufe des Jahres.“ „Wir werden der Gemeindevertretung in der Juni-Sitzung eine Liste mit Vorschlägen für die Zurückstellung oder Verschiebung von Investitionen und Unterhaltungsmaßnahmen zur Beratung vorlegen. Damit werden wir sicherstellen, dass die Liquidität der Gemeinde erhalten bleibt“, so der Bürgermeister.

Welche Auswirkungen die Krise für den Haushalt 2021 und die Folgejahre haben werde, könne heute noch nicht gesagt werden. „Die Steuereinnahmen werden sicherlich nicht mehr so sprudeln wie bisher. Deshalb wird auch die öffentliche Hand in den kommenden Jahren nicht mehr so viel Geld zur Verfügung haben und wir müssen in der ,Point-Alpha‘-Gemeinde Rasdorf noch mehr als bisher darauf achten, welche Investitionen wir tätigen. Wir hoffen, dass alle Betriebe gut durch die Krise kommen und möglichst keine Arbeitsplätze oder ganze Betriebe verloren gehen“, sagt Hahn.

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