Diagnose: Unheilbar krank

Herz-Jesu-Krankenhaus und Palliativ-Netz Osthessen gehen Kooperation ein Fulda. Das Herz-Jesu-Krankenhaus in Fulda und das Palliativ-Netz Osthessen ha

Herz-Jesu-Krankenhaus und Palliativ-Netz Osthessen gehen Kooperation ein

Fulda. Das Herz-Jesu-Krankenhaus in Fulda und das Palliativ-Netz Osthessen haben im Bereich der palliativmedizinischen Betreuung eine neue Kooperation beschlossen. Diese Form der Zusammenarbeit ist nach Auskunft des Palliativ-Netzes und des Krankenhauses bislang bundesweit einmalig. Herz-Jesu-Geschftsfhrer Alexander Schmidtke erluterte, dass das Krankenhaus mit dieser Kooperation weiterhin seinem Auftrag in der Versorgung Schwerstkranker Rechnung trgt und die Strukturen einer patientenorientierten Ausrichtung optimiert.

Aufgabe der palliativen Medizin ist die umfassende Behandlung und Betreuung von allen Kranken mit chronischen Leiden, die zum Tode fhren und nicht mehr geheilt werden knnen. Derzeit sterben in Deutschland pro Jahr ungefhr 250.000 Menschen an bsartigen Erkrankungen.

Whrend in Amerika 1960 das Aufsehen erregende Buch der Schweizer rztin Kbler-Ross erschien und Cicely Saunders in London 1967 das erste moderne Hospiz grndete, dauerte es in Deutschland bis 1983, ehe mit einer Klner Palliativstation die erste Einrichtung dieser Art geschaffen wurde. Inzwischen ist die Zahl derartiger Einrichtungen weiter gestiegen.

Lebenszufriedenheit des Patienten erhalten

Beim kurativen Therapieansatz wird das Wohlbefinden des Patienten dem Ziel, die Krankheit zu heilen (lat. curare = heilen) untergeordnet und ihm therapiebedingte Einschrnkungen der Lebensqualitt und zum Teil erhebliche Nebenwirkungen zugemutet. Das oberstes Ziel in der palliativmedizinischen Versorgung Schwerstkranker sei hingegen eine mglichst hohe Funktionsfhigkeit und Lebenszufriedenheit des Patienten zu erhalten, wenn keine Heilung mehr mglich sei, so Palliativmediziner Thomas Sitte.

Das Konzept sei ursprnglich fr Patienten mit Tumorerkrankungen entwickelt worden, gelte aber auch fr jede andere Erkrankung, die unvernderlich zum Tode fhrt. Der Ansatz der Palliativmedizin sei das Leben, der Tod und das Sterben wrden als ein normaler Prozess angesehen, so Sitte. Der Tod soll weder beschleunigt noch hinauszgern werden.

Die Linderung von Schmerzen und anderen Beschwerden stnden im Vordergrund, die psychischen und geistigen Bedrfnisse wrden ebenfalls untersttzt. Dies in der Summe sei ein Angebot an die Betroffenen, damit das Leben der Patienten bis zum Tod so aktiv wie mglich bleiben kann. Der der Familie wrde whrend der Erkrankung des Patienten und in der Trauerphase Untersttzung angeboten.

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