Die Fuldaer „Foaset“ hat endlich eine Heimat

Bei der Eröffnung:  Dr,. Frank Verse, OB Dr. Heiko Wingenfeld, Kuratorin  Annette Hamperl, und Christian Wighardt (von links)
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Bei der Eröffnung: Dr,. Frank Verse, OB Dr. Heiko Wingenfeld, Kuratorin Annette Hamperl, und Christian Wighardt (von links)

Seit 1962 spukte die Idee in den Köpfen einige Fuldaer Fastnachter herum – jetzt endlich ist sie Wirklichkeit geworden: Fulda hat ein eigenes Fastnachtsmuseum

Fulda Die regionaltypische Fuldaer Ausformung des Karnevalsbrauchtums, die „Fulder Foast“ mit ihren speziellen Besonderheiten, erhält damit eine angemessene Heimat. Mit einem Festakt im Fürstensaal des Stadtschlosses und einem anschließenden Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten im Keller des Stadtschloss-Nordflügels wurde das Museum eröffnet.

Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der zugleich Schirmherr der Fulder Foaset ist, begrüßte die Gäste, die Abgesandten der örtlichen Fastnachts- und Geselligkeitsvereine sowie die Musikanten der „Randstaaten-Garde-Kapelle“ und erinnerte an die Gründung des „Fördervereins Fastnachtsmuseum Fulda“ im Jahr 2018: „Das war ein starkes Zeichen für bürgerschaftliches Engagement und für die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen“, so der OB.

Nicht unerwähnt bleiben durfte in diesem Zusammenhang natürlich der „Motor“ des Museums, Bernd Heil, der mit „liebenswürdiger Hartnäckigkeit“ das Thema immer wieder auf den Tisch gebracht habe, wie der OB mit einem Augenzwinkern anmerkte. Leider konnte Bernd Heil gesundheitsbedingt an der Eröffnung nicht teilnehmen, doch das Publikum sende ihm einen extra-langen Applaus und später über Handy sogar noch einen eigenen Tusch.

Der OB hob auch die Bedeutung der Fastnacht für die städtische Kultur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervor. Das Museum unterstreiche diesen Stellenwert und beleuchte zugleich die historischen Zusammenhänge einer Fastnachtstradition, die sich in Fulda mindestens 500 Jahre zurückverfolgen lasse. Wingenfelds Dank galt dem Museumsteam um Dr. Frank Verse und Kornelia Wagner sowie ganz besonders der Kuratorin Annette Hamperl, der bei der Konzeption und Gestaltung des Museums durch die intensive Einbeziehung aller Vereine gewissermaßen ein „partizipativer Ansatz“ gelungen sei.

Der Vorsitzende des Fördervereins Fastnachtsmuseum, Christian Wighardt, rief noch ein einmal eine Anekdote aus dem Jahr 1962 in Erinnerung, als der damalige Prinz dem damaligen OB Dr. Alfred Dregger einen Ordensschrank überreichte – mit dem Hinweis, dass dieser doch den Grundstock zu einem Fastnachtsmuseums bilden solle. Von dort bis zum Beschluss der städtischen Gremien im Jahr 2019 sei es zwar ein langer Weg gewesen, aber „das Warten hat sich gelohnt“, so Wighardt.

In Zusammenarbeit mit der Abteilung Tourismus und Kongressmanagement ist zudem eine 90-minütige Fastnachtsführung konzipiert worden, die prägnante Orte im Stadtbild wie zum Beispiel den Fastnachtsbrunnen an der Tränke mit einem Besuch im Fastnachtsmuseum kombiniert. Sie kann über die Tourist-Information gebucht werden.

Die Öffnungszeiten des Fastnachtsmuseums richten sich nach den Öffnungszeiten der Historischen Räumen des Stadtschlosses: dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr.

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