"Wir ziehen an einem Strang": Differenzen zwischen Krankenhäusern wegen Impfstoffverteilung

Landkreis Fulda wird Bedarf an Impfstoff für die Beschäftigten der drei regionalen Krankenhäuser koordinieren  

Fulda - Landkreis und Stadt Fulda sowie das Klinikum Fulda und das Herz-Jesu-Krankenhaus haben sich am Donnerstag zu den aufgetretenen Differenzen im Hinblick auf die Impfstoffverteilung ausgetauscht. Landrat Bernd Woide, Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt, Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Vorstand des Klinikums Fulda, und Michael Sammet, Geschäftsführer des Herz-Jesu-Krankenhauses, äußern in einer gemeinsamen Presseerklärung: „Entscheidend ist es, dass wir angesichts der Knappheit des Impfstoffes den weiteren Bedarf für die Beschäftigten aller drei regionalen Krankenhäuser koordinieren. Diese Aufgabe wird der für die Durchführung der Impfaktion zuständige Landkreis Fulda übernehmen.“

Das Klinikum Fulda hatte durch den ersten Einsatzbefehl des Landes Hessen – wie alle koordinierenden Krankenhäuser – ein Sonderkontingent an Impfstoff durch das Land erhalten, welches ausschließlich zur Verwendung durch das Klinikum geliefert worden war. Damit sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums geimpft worden.

Durch den neuen Einsatzbefehl ist dem Landkreis Fulda ein Kontingent zur weiteren Verwendung in den Krankenhäusern zugewiesen worden. Der Landkreis hat bereits in der vergangenen und aktuellen Woche Impfungen im Herz-Jesu-Krankenhaus und in der Helios-Klinik Hünfeld ermöglicht. Die neuen Kontingente werden vom Landkreis zwischen den Häusern unter Berücksichtigung ihrer Größe und der bislang erfolgten Impfungen gleichmäßig verteilt. Vereinbart wurde darüber hinaus ein regelmäßiger Austausch auf Geschäftsführerebene.

Unabhängig davon arbeitet der Landkreis Fulda ebenso an der schnellen Bereitstellung von Impfmöglichkeiten für den Bereich der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Diese Gruppe ist – ebenso wie die Beschäftigten im Rettungsdienst – für die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung von entscheidender Bedeutung. Der Landkreis wird sich dazu in der nächsten Woche direkt an die Ärztinnen und Ärzte wenden.

„Wir sind uns alle darin einig, dass es insbesondere in dieser Krise darauf ankommt, dass alle Akteure im Gesundheitswesen an einem Strang ziehen“, erklärten die Beteiligten und dankten allen Beschäftigten der drei Krankenhäuser sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im ambulanten Sektor im Einsatz sind.

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